An der Obligationenbörse sind Papiere österreichischer Banken unter Druck geraten. Die Ratingagentur Moody's senkte die Bonitätsnoten für mehrere österreichische Banken.

Die Ratingagentur reagierte damit auf den Vorschlag der österreichischen Regierung, die Inhaber bestimmter Hypo-Alpe-Adria-Papiere trotz Garantie des Bundeslandes Kärnten an den Kosten der Abwicklung der maroden Staatsbank zu beteiligen. Dies habe einige Anleger bewogen, grössere Blöcke von österreichischen Bankanleihen zum Verkauf zu stellen, sagte ein Händler.

Von Moody's zurückgestuft wurden unter anderem Bonds der Bawag, der Hypo Tirol, Kommunalkredit Austria, der Pfandbriefstelle, der Raiffeisen Bank International und der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank.

Probleme: Konjunktur, Irak, Ukraine

Enttäuschende europäische Konjunkturdaten und die Krisenherde Irak und Ukraine sowie der damit verbundene Anstieg der Energiepreise sorgten für insgesamt leicht anziehende Kurse bei den Papieren der Eidgenossenschaft und anderer Topschuldner. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Euro-Zone zeigten das Bild eine an Schwung verlierenden Erholung. Die Anleger setzten daher wieder mehr auf die Karte Sicherheit, hiess es.

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Die Rendite der zehnjährige Referenzanleihe der Eidgenossenschaft ermässigte sich auf 0,70 (Freitag: 0,71) Prozent. Der September-Kontrakt des Conf-Futures stieg um 14 Basispunkte auf 147,65 Prozent. Händler beschrieben die Umsätze sowohl im Conf- als auch im deutschen Bund-Future als sehr bescheiden.

(reuters/chb)