Sie klingen wie Offshore-Ableger des Bieler Uhrenriesen. Doch die beiden Firmen Swatch International in Panama und Swatch Investment Company auf den Cayman Islands gehören nicht zur Swatch Group. Das ergaben Recherchen der «Handelszeitung». Darum will der Konzern nun gegen die Unbekannten hinter den beiden Unternehmen vorgehen.

«Wir haben in Panama eine Anfrage laufen, wer 1992 die Swatch International  gegründet hat, und behalten uns rechtliche Schritte vor», sagt Swatch-Chef Nick Hayek zur «Handelszeitung». Der Uhrenkonzern ist nämlich erst seit 2004  im mittelamerikanischen Land Panama mit einer Vertriebsgesellschaft präsent.
Auch auf den Cayman Islands versucht Swatch Group herauszufinden, in wessen Namen die Treuhäder von MBT Trustees die Firma Swatch Investment Company ursprünglich gründeten. Diese war zwischen 2006 und 2010 im Handelsregister eingetragen.

Der Swatch-Jurist geht an die Arbeit

Im britischen Überseegebiet ist einzig ein Franchisenehmer des Bieler Konzerns tätig. Eine dortige Tochtergesellschaft habe man nie geführt, sagt Hayek. Er sei durch die falschen Offshore-Gesellschaften unter dem Namen Swatch aufgeschreckt worden. «Unser Konzernjurist Hanspeter Rentsch hat den Auftrag erhalten, in einschlägigen Steuerparadiesen nachzuforschen, ob jemand unsere Marken missbräuchlich verwendet.»

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