Die Zürcher Finanzindustrie beteiligt sich finanziell an der kantonalen Abstimmungskampagne für die Olympischen Winterspiele 2022 in Graubünden.

Laut Recherchen der «Sonntagszeitung» werde sich der Versicherungskonzern Zurich Insurance Group mit insgesamt 1,5 Millionen Franken am Kandidaturbudget beteiligen. 

Der Sportdachverband Swissolympic kümmert sich laut «Sonntagszeitung» um private Sponsorengelder für das Olympia-Kandidaturbudget, aus dem unter anderem auch die Abstimmungskampagne finanziert werde. Sprecher Christof Kaufmann bestätigte denn auch laut «Sonntagszeitung», dass bereits Sponsorengelder einbezahlt worden seien und dass diese unter anderem für den Abstimmungskampf in Graubünden verwendet würden. «Wir haben für die Olympiakandidatur Verträge mit Sponsoren abgeschlossen. Namen können wir keine nennen», sagte Kaufmann der «Sonntagszeitung».

UBS hilft mit

Auch der Versicherungskonzern bestätigte die Unterstützung: Zurich-Sprecher Pavel Osipyants sagte der «Sonntagszeitung» dazu: «Wir bestätigen, dass Zurich die nachhaltige Olympiakandidatur der Schweiz 2022 in Graubünden unterstützt.» Zur Höhe der Zahlungen wollte der Versicherer laut «Sonntagszeitung» keine Stellung nehmen.

Anzeige

Das zweite Grossunternehmen, welche die Kandidatur unterstützt, sei laut «Sonntagszeitung» die UBS. Die Grossbank bestätigte, dass zwischen der UBS und Graubünden Gespräche stattfänden und ein grundsätzliches Interesse an einer Partnerschaft bestünde.

Ob die UBS schon Geld überwiesen habe, sei laut «Sonntagszeitung» unklar. Sicher sei, dass die Gespräche schon weiter fortgeschritten seien, als die Grossbank zugeben möchte: Mehrere Banken, die sich für ein Olympiasponsoring interessiert hätten, seien mit Hinweis auf die UBS abgelehnt worden.

(muv)