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Olympia-Ärger: Taxifahrer legen Knotenpunkt lahm

Taxifahrer, die die Olympia-Fahrspur nutzen, müssen mit einer Busse rechnen. (Bild: Keystone)

Protest gegen Olympia-Fahrspuren: Wenige Stunden vor der Eröffnung der Sommerspiele haben verärgerte Taxifahrer einen der belebtesten Verkehrsknoten Londons lahmgelegt.

Veröffentlicht am 27.07.2012

Am Londoner Kreuzungspunkt beim Hyde Park Corner haben Taxifahrer den Verkehr für etwa 30 Minuten praktisch zum Stillstand gebracht, indem sie im Konvoi über die Strassen schlichen. Sie sind darüber erbost, dass sie die speziell für Olympia-Teilnehmer reservierten Fahrspuren nicht nutzen dürfen.

Die unerlaubte Nutzung der Sonderfahrspuren kann die Fahrer 130 Pfund (rund 200 Franken) Strafe kosten. Einige Fahrer sprachen von einem 50-prozentigen Umsatzrückgang seit Einrichtung der Fahrspuren.

Die Londoner nennen die Sonderfahrspuren «Sil»-Lanes in Anlehnung an den Fahrzeugtyp der obersten Partei- und Staatsfunktionäre der Sowjetunion. Für sie waren auf den grossen Moskauer Strassen spezielle Fahrspuren reserviert, auf denen die Regierungskonvois mit hoher Geschwindigkeit durch die Stadt rasten.

Taxifahrer Mark Wilcocks sagte, er hätte auch Urlaub nehmen können: «Wir haben nicht das Gefühl, dass wir bei den Olympischen Spielen willkommen sind.» Die traditionellen schwarzen Taxis seien im Vorfeld der Spiele zwar als Werbesymbol für London genutzt worden. «Aber wir fühlen uns nicht gewollt», klagte Wilcocks.

(tno/sda)

 
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