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Olympus verschleierte Milliardenverlust

Verbindungen zur Mafia hat man nicht festgestellt. (Bild: Keystone)

Der Bilanzbetrug beim japanischen Kamerahersteller Olympus fällt noch grösser aus als anfangs angenommen. Offenbar betrieb der Konzern sogar Geheimkonten.

Veröffentlicht am 06.12.2011

Der japanische Kamerahersteller Olympus hat seit den Neunzigerjahren Verluste in Höhe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro verschleiert. Zu diesem Ergebnis kam ein vom heutigen Management berufenes unabhängiges Expertengremium, das seinen Bericht vorlegte. Der Bilanzbetrug habe sich insgesamt auf 134,8 Milliarden Yen (derzeit rund 1,6 Milliarden Franken) belaufen. Das ist mehr als anfangs bekanntwurde.

Drahtzieher seien der frühere Vize-Präsident Hisashi Mori und der frühere Rechnungsprüfer Hideo Yamada unter Führung der damaligen Präsidenten Masatoshi Kishimoto und Tsuyoshia Kikukawa gewesen. Verbindungen zur Mafia seien nicht festgestellt worden. Olympus hatte die Verluste mit Hilfe von Übernahmen verschleiert. Nach Recherchen der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei» betrieb der Konzern zu diesem Zweck Geheimkonten.

(laf/vst/awp)

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