Bei den zur Swatch Group gehörenden Uhrenmarken Omega und Certina wird trotz Frankenstärke, Antikorruptionskampagne in China und schwieriger Marktlage in Russland 2015 mit einem Umsatzplus gerechnet. Im Euro-Raum werden allerdings die Preise angepasst.

«Das Marktumfeld ist weiterhin stabil und 2015 dürfte ein Wachstum von rund 5 Prozent möglich sein», erklärte Omega-Chef Stephen Urquhart in einem anlässlich der Basler Uhrenmesse Baselworld mit der Finanznachrichtenagentur AWP geführten Gespräch.

2014: Schwieriges Jahr

Das vergangene Jahr sei insbesondere mit Blick auf die Nachfragerückgänge in Hongkong und Russland schwierig gewesen, so Urquhart weiter. Detaillierte Zahlen nannte er allerdings nicht. In China habe Omega dagegen kaum unter dem Einfluss der von der Regierung vorangetriebenen Antikorruptionskampagne gelitten.

In Zukunft will Omega das Netz eigener Läden ausbauen, vor allem in den USA, in Brasilien, in Polen oder in der Türkei. Derweil entwickle sich die Nachfrage etwa in Kolumbien, Japan oder Südafrika «sehr dynamisch», so der Omega-Chef. Weltweit verfügt Omega insgesamt über rund 350 eigene Boutiquen.

Umsatzsteigerung erwartet

Auch die Manager der Marke Certina erwarten im laufenden Jahr eine Umsatzsteigerung. Dabei soll vor allem in jenen Absatzmärkten mehr verkauft werden, in denen die Marke bereits präsent ist, sagte Certina-Chef Adrian Bosshard. Die Umsatzsteigerung soll weiter vor allem mit sportlichen Uhrenmodellen erreicht werden.

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Die Uhrenmarke mit Modellen in der Preiskategorie bis 2000 Franken ist in Europa stark vertreten, insbesondere in Russland und im skandinavischen Raum. Dabei sei der Umsatz in Russland im vergangenen Jahr auf bereits hohem Niveau um weitere 21 Prozent gestiegen, wie Bosshard gegenüber AWP weiter sagte. Derzeit sei der Absatz dort indessen rückläufig.

In Lokalwährungen gerechnet erwartet Bosshard in drei Viertel der Märkte ein Umsatzplus. Zudem hofft er in den kommenden Monaten auf eine Abschwächung des Schweizer Frankens. Als Reaktion auf die Frankenstärke seien die Verkaufspreise in der Eurozone um 5 Prozent angehoben worden. Die Preise in den Euro-Ländern erhöht hat auch Omega.

(awp/ise/ama)