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Luxusuhren
Omega und Longines geben sich selbstbewusst

Omega und Longines rechnen weiter mit Wachstum. Dabei setzen die Zugpferde der Swatch Gruppe vor allem auf China. Neu im Fokus steht zudem Brasilien, wo zwei Mega-Events anstehen.

Veröffentlicht am 28.03.2014

Die Uhrenmarken Omega und Longines bleiben die Zugpferde der Swatch Group. Trotz der Unsicherheiten auf dem chinesischen Markt sehen die Konzernchefs keine Anzeichen dafür, dass der Erfolg nachlassen dürfte. Dabei hoffen sie auf das Potenzial des brasilianischen Marktes. Das Wachstum im letzten Jahr sei ausgeprägt gewesen und auch 2014 habe gut begonnen, sagte Longines-Chef Walter von Känel am Rande der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld der Nachrichtenagentur sda.

Die Zugehörigkeit zum Weltmarktführer in der Uhrenbranche sei dabei ein grosser Vorteil. Longines profitiere von den Produktions- und Verteilungskapazitäten der Swatch Group. Die Uhrenmarke aus Saint-Imier im Berner Jura ist im letzten Jahr an der Umsatzmarke von 1,5 Milliarden Franken nur knapp vorbeigeschrammt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor sieht der Konzernchef in der Nähe zum Markt. Der 71-Jährige ist mehr als die Hälfte des Jahres in der Welt unterwegs. Kürzlich reiste er für die Eröffnung einer Boutique nach Hongkong.

Konzernchefs setzen auf China

Nutzen möchte Longines auch den Aufschwung im chinesischen Markt. Obwohl die helvetischen Exporte ins Reiche der Mitte im letzten Jahr schleppend verlaufen sind, haben die Ausfuhren in den Monaten Januar und Februar wieder leicht angezogen. Keine Sorgen bereiten von Känel die neuen Massnahmen gegen Korruption in China. «Wir sind von den Regelungen nicht betroffen.» Die chinesische Regierung hat ein Verbot erlassen, Behördenvertretern wertvolle Geschenke zu machen.

Gelassen sieht auch Omega-Chef Stephen Urquhart den Unsicherheiten auf dem chinesischen Markt entgegen. «Wie bei jeder Entwicklung gibt es eine Phase der Stabilisierung, aber China ist ein grosser, sehr entwickelter Markt», sagte Urquhart. Omega ist eine der Topmarken der Swatch Group. Im letzten Jahr trug das Unternehmen mehr als ein Viertel zum Gruppenumsatz von 8,8 Milliarden Franken bei.

Brasilien als neuer Wachstumsmarkt

Die Uhrenmarken Omega und Longines haben aber auch neue Märkte ins Auge gefasst. In Fokus gerückt ist dabei Brasilien, das auch wegen der Fussball-WM in diesem Jahr und den Olympischen Spielen 2016 im internationalen Schweinwerferlicht steht. Omega wird an Olympia erneut offizieller Zeitmesser sein. Schwierig bleibt der Markt aber wegen den hohen Steuern. «Eine Uhr kostet 20 bis 25 Prozent mehr als etwa in Miami», erklärt Urquhart. Priorität für Longines haben in den kommenden Jahren derweil die USA. Die Uhrenmarke hat in grösserem Stil in den Markt investiert.

(sda/gku)

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