Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV strebt mit seinem russischen Partner Gazprom eine Zusammenarbeit bei Erdöllieferungen an. Die beiden Unternehmen hätten bei einem Treffen zwischen OMV-Chef Rainer Seele und Gazprom-Chef Alexey Miller eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, teilte OMV mit.

Geprüft werden soll demnach die Möglichkeit von Erdöllieferungen von Gazprom an OMV. Der österreichische Konzern bezieht bereits Erdöl aus Russland, bislang besteht aber keine Liefervereinbarung mit Gazprom. OMV hofft auf eine Einigung innerhalb der nächsten Monate.

Deal in Sibirien

Die Österreicher und die Russen wollen künftig auch bei der Ausbeutung von Teilen des sibirischen Öl- und Gasfeldes Urengoy zusammenarbeiten. Der Deal wurde im September angekündigt.

OMV übernimmt auch die Gashandelstochter Econgas komplett. Man habe mit den bisherigen Minderheitsaktionären eine entsprechende Grundsatzeinigung erzielt, teilte OMV mit. Bis Jahresende solle eine verbindliche Vereinbarung vorliegen. Durch die Komplettübernahme erwarte der Konzern eine deutliche Steigerung der Effizienz des Erdgashandelsgeschäfts, sagte OMV-Vorstandsmitglied Manfred Leitner. Im Jahr 2014 handelte die Tochter mit 28,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas und fuhr bei einem Umsatz von knapp vier Milliarden Euro einen Verlust von 23 Millionen Euro ein.

OMV hält bisher 64,25 Prozent an Econgas. Daneben sind die Energieversorger EVN und Wien Energie mit jeweils 16,51 Prozent beteiligt, die Energie Burgenland hält 2,73 Prozent. Einzelheiten zu der Grundsatzeinigung nannte OMV nicht.

(sda/chb)