1. Home
  2. Online-Bestelldienst Leshop trotzt Einkaufstourismus

Überholspur
Online-Bestelldienst Leshop trotzt Einkaufstourismus

Logistikzentrum von Leshop: Multikanal-Strategie lässt Umsatz kräftig steigen. Keystone

Der Online-Bestelldienst des Detailriesen Migros hat im zweiten Quartal so viel umgesetzt wie seit Jahren nicht mehr. Einen kräftigen Schub erhielt Leshop von Bestellungen über Smartphones.

Veröffentlicht am 03.07.2015

Leshop, der Online-Bestelldienst der Migros, ist im ersten Halbjahr 2015 so stark gewachsen wie sei fünf Jahren nicht mehr. Der Umsatz erhöhte sich trotz Einkaufstourismus um 7,8 Prozent auf 89,5 Millionen Franken.

Leshop führt das gute Ergebnis vor allem auf neue Dienstleistungen zurück, wie das Unternehmen mitteilte. So können Leshop-Kunden im Grossraum Zürich und in der Westschweiz seit Anfang Juni sich nicht nur Einkäufe nach Hause liefern lassen, sondern diese auch selbst an elf Pickup-Stellen abholen.

Dieser neue Migros-Dienst steht dabei neben den Leshop-Kunden auch den Kunden anderer Migros-Unternehmen wie Digitec und Micasa zur Verfügung. Abholstellen sind Migros-Supermärkte, Migrolino-Läden und Migros-Fitnessparks.

Bestellungen über Smartphones

Steigern konnte sich Leshop jedoch nicht nur dank dieser Multikanal-Strategie, wie es das Unternehmen nennt, sondern auch dank dem Anstieg der Bestellungen über Smartphones. «Das Mobile-Web verleiht dem Online-Handel kräftigen Schub», lässt sich Ausbau des Liefernetzes-Geschäftsführer Dominique Locher in der Mitteilung zitieren.

Die mobilen Bestellungen haben im Juni gegenüber der Vorjahresmonat um 11,4 Prozent zugenommen. Bereits werden vier von zehn Bestellungen via Smartphone oder Tablet vorgenommen (39 Prozent).

Ausbau des Liefernetzes

Schliesslich führt Ausbau des Liefernetzes die Umsatzsteigerung auf den Ausbau des Liefernetzes zurück. Mitte 2014 habe das Unternehmen die letzten Lücken in der schweizweiten Tageslieferung schliessen können, heisst es in der Mitteilung. Damit erreiche LeShop auch ein neues Kundensegment wie Büros, Werkstätten und Kinderkrippen.

Ausbau des Liefernetzes ist gemäss eigenen Angaben mit einem Jahresumsatz von 165 Millionen Franken im letzten Jahr Marktführer im Internet-Detailhandel. Coop@home, das Online-Angebot des Konkurrenten Coop, erreichte 2014 Verkäufe im Umfang von 114 Millionen Franken. Von Coop@home werden keine Halbjahreszahlen bekanntgegeben.

(sda/dbe/chb)

Anzeige