1. Home
  2. Unternehmen
  3. Online-Pläne verärgern BMW-Händler

Automobil
Online-Pläne verärgern BMW-Händler

BMW i3: Das erste Elektroauto der Bayern soll über neue Verkaufskanäle vertrieben werden. (Bild: ZVG)

Der bayerische Autobauer will in Deutschland seine Fahrzeuge direkt über das Internet verkaufen. Auch in der Schweiz ist die Einführung nur eine Frage der Zeit.

Von Volker Strohm
am 22.07.2013

Werner Entenmann ist Präsident des deutschen BMW-Händlerverbandes – und derzeit auf den bayerischen Automobil-Hersteller alles andere als gut zu sprechen: «Wir haben BMW unmissverständlich gesagt, dass direkte Verkaufskanäle von uns abgelehnt werden müssen.» Die Münchner Konzernzentrale will nämlich laut «Wirtschaftswoche» nicht nur das neue Elektroauto i3 künftig über das Internet verkaufen.

«Wir können uns gut vorstellen, dass der Verkauf im Internet bei allen Modellen ergänzend eingesetzt wird», sagt BMW-Deutschland-Vertriebschef Roland Krüger. Mit einer «Mobile Sales Force» sollen zudem Kunden auch in einem persönlichen Gespräch zu Hause ihr neues Auto konfigurieren und kaufen können. Immerhin sei der BMW-Vorstand laut einem Händler in diesem Punkt vorerst zurückgekrebst.

Schweiz als Pilotmarkt zu klein

Im November soll der BMW i3 auf den Markt kommen. Während Deutschland einen Pilotmarkt darstellt, ist der Internetverkauf in der Schweiz vorerst noch kein Thema. Die hierzulande abgesetzten Stückzahlen seien laut Oliver Peter, Sprecher von BMW Schweiz, zu gering: «Die Machbarkeit definiert sich über die Menge.»

Dennoch ist klar: Verläuft der Internetverkauf erfolgreich, wird dieser konzernweit eingeführt – also auch in der Schweiz. «Das eine tun und das andere nicht lassen», sagt Peter gegenüber handelszeitung.ch – ohne eine genaue Agenda zu nennen. 

Internet konkurrenziert Standorte

Die Konsequenz der Strategie ist klar: Dank des Internet-Vertriebskanals können herkömmliche Niederlassungen geschlossen werden. So wolle BMW sich laut Bericht in Deutschland beispielsweise auf die grossen Standort München, Berlin, Frankfurt und Düsseldorf konzentrieren – aktuell ist der Konzen noch in 20 Städten mit eigenen Verkaufsräumlichkeiten präsent.

«Die Schliessungen sind Spekulationen», wird eine deutsche BMW-Sprecherin von der Nachrichtenagentur dpa zitiert.

 

BMW i3 und i8 bei «Autobild»:

Anzeige