Der deutsche Autobauer Opel wird die Fahrzeugproduktion im Werk Bochum erst Ende 2016 schliessen. Die Geschäftsleitung und die Gewerkschaft IG Metall einigten sich im Grundsatz auf einen Sanierungsplan für die angeschlagene Tochter des US-Konzerns General Motors.

Darin wurde vereinbart, die Fahrzeugproduktion in Bochum Ende 2016 auslaufen zu lassen. Die Zentrale in Rüsselsheim und die Standorte Eisenach und Kaiserslautern können hingegen aufatmen: Opel hat Produktionszusagen für die Zeit nach 2015 gemacht. Zudem bleibt der Kündigungsschutz bestehen.

Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten in allen deutschen Werken auf die Auszahlung der Lohnerhöhungen bis 2015 so lange, bis die jeweils nächste Lohnerhöhung in Kraft tritt, wie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug erklärte.

Bis zur Schliessung des Standorts Bochum sollen für einen Teil der 3000 Beschäftigten des Werks durch Neuansiedlungen in der Ruhrgebietsstadt neue Arbeitsplätze entstehen. 700 Jobs fallen hingegen weg. GM hatte gedroht, bei einem Scheitern der Gespräche den Standort Bochum bereits Anfang 2015 zu schliessen.

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Über Details des Zukunftsprogramms soll ab Montag weiter verhandelt werden, erklärte Gewerkschaftschef Berthold Huber. Erst wenn das gesamte Paket vorliege, könnten die Gewerkschaftsmitglieder darüber abstimmen.

Opel macht die Absatzkrise in Südeuropa zu schaffen. Das Unternehmen muss die Kosten senken, um aus den roten Zahlen zu kommen. Gewerkschaft und Management verhandeln bereits seit Juni über ein Sanierungspaket.

(jev/sda)