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Opel rechnet mit Russland und Türkei

China, Russland und die Türkei: Die Rettung für Opel? (Bild: Keystone)

Der angeschlagene Autobauer Opel hofft auf neue Märkte. So will das Unternehmen aus Rüsselsheim neues Wachstum schaffen. Das Ganze soll mehr sein als ein Strohhalm der Hoffnung.

Veröffentlicht am 15.12.2012

Der angeschlagene Autobauer Opel will durch die Erschliessung neuer Märkte zurück zu alter Stärke. Dies sagte Opel-Interimschef Thomas Sedran in einem Interview mit der deutschen «Wirtschaftswoche».

«Für mich ist Russland der Markt, in dem wir deutlich mehr machen müssen, wo wir als deutsche Marke einen guten Ausgangspunkt haben. Gleiches gilt für die Türkei», sagte Sedran. Steigende Exporte sollen Opel demnach auch über die Krise in Europa hinweghelfen. In der EU wurden zuletzt so wenige Autos verkauft wie seit 1993 nicht mehr.

Aber auch in Europa wollen die Autobauer in die Erfolgsspur zurückkehren: «Wir wollen die zweitgrösste PKW-Marke in Europa werden», sagte Sedran. Derzeit liegt Opel in Europa hinter VW und Renault auf dem dritten Platz.

Opel will Verkäufe in China erhöhen

Nach dem angekündigten Aus der Autoproduktion in Bochum hatten Politiker wie der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler dem Opel-Mutterkonzern General Motors vorgeworfen, er verhindere Exporte in wichtige Wachstumsmärkte wie China.

Sedran sagte, Opel arbeite an einem Konzept, um die Verkäufe in China zu erhöhen. Allerdings könne in China nur erfolgreich sein, wer dort auch produziere. «Das hilft Werken in Europa herzlich wenig.» Derzeit verkauft Opel in China nur etwa 5000 Autos jährlich.

Langfristig könnte der in Südkorea produzierte kleine Geländewagen «Mokka» auch in Europa vom Band rollen, kurzfristig sei dies aber aus technischen Gründen nicht möglich. Für den im Oktober in den Handel gekommenen Wagen gebe es bereits über 63'000 Bestellungen, wegen der hohen Nachfrage betrage die Lieferzeit bereits über ein halbes Jahr.

(tke/jev/sda)

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