Opel treibt seine Wachstumspläne mit einer Investitionsoffensive am Stammsitz in Rüsselsheim voran. Dort werde für 210 Millionen Euro ein neues Technikzentrum gebaut, in dem ab 2017 besonders spritsparende Motoren entwickelt werden sollen, teilte Opel mit. «Mit dem Investment zeigen wir ganz klar: Opel ist wieder da. Opel greift an», sagte Konzernchef Karl-Thomas Neumann anlässlich des ersten Spatenstichs für das Projekt. Die Marke mit dem Blitz steckt hierzulande insgesamt 230 Millionen Euro in die Entwicklung von neuen Technologien.

Der seit Jahren in den roten Zahlen steckende Autobauer will mit zahlreichen neuen Modellen Marktanteile erobern und zusammen mit seiner Schwestermarke Vauxhall zum zweitgrössten Pkw-Produzent in Europa aufsteigen. Bis 2018 will Opel insgesamt 27 neue Autos und 17 Motoren entwickeln. «Unsere Modelloffensive ist in vollem Gange - und Motoren sind ein ganz wichtiger Teil dieser Offensive», sagte Neumann. Eine der wichtigen Premieren gilt dem Corsa: In diesem Jahr soll die neue Version des Kleinwagens vorgestellt werden - mit einem leiseren Motor und mobilem Internetzugang.

Umstrittene Schliessung

Opel will mit dem Abbau Tausender Stellen und der umstrittenen Schliessung des Werkes in Bochum spätestens ab 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben. In diesem Jahr werden hingegen Restrukturierungskosten und Währungseinflüsse das Ergebnis belasten. Für 2022 peilt Opel eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von fünf Prozent an.

(reuters/dbe)