Orange hat im vergangenen Jahr trotz weniger Umsatz mehr verdient. Während der Umsatz um 2,4 Prozent auf 1,291 Milliarden Franken schrumpfte, stieg der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 2 Prozent auf 344,6 Millionen Franken.

Der bereinigte EBITDA legte gar um 6,9 Prozent auf 390,7 Millionen Franken zu, wie Orange bekannt gab. Der Mobilfunkanbieter gehört seit Ende Februar 2012 nicht mehr France Télécom, sondern der britischen Beteiligungsgesellschaft Apax.

Zahl der Mobilfunkkunden gesunken

Nicht eingerechnet sind im bereinigten EBITDA Restrukturierungs- und Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf an Apax sowie Kosten für die Benutzung der Marke Orange, die im Vorjahr das Ergebnis nach oben gedrückt hatten.

Die Zahl der Mobilfunkkunden sank zwar leicht um 0,8 Prozent auf 1,656 Millionen. Dabei konnte Orange aber bei lukrativen Abo-Kunden zulegen, deren Bestand um 6,2 Prozent auf 1,129 Millionen stieg, während die Zahl der Prepaid-Kunden um 13,1 Prozent sank.

Hohe Abschreiber

Die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration LTE (auch 4G genannt) habe Schub verliehen. So hätten die Kunden bei Neuabschlüssen fünfmal mehr Abos mit mittleren und hohen Datenvolumen gewählt als im Vorjahr. Ende Jahr habe die LTE-Abdeckung des Orange-Netzes 71 Prozent der Bevölkerung erreicht.

Wegen massiv höherer Abschreiber auf der IT brach der Betriebsgewinn (EBIT) um über ein Viertel auf 103,4 Millionen Franken ein. Unter dem Strich stand ein Verlust, der allerdings wegen des Besitzerwechsels nur schwer mit dem Vorjahresergebnis zu vergleichen ist.

(sda/dbe/sim)