Der Mobilfunkanbieter Orange hat trotz leichtem Umsatzrückgang operativ mehr verdient. Der Umsatz schrumpfte in den ersten neun Monaten um 0,5 Prozent auf 964,3 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) legte indes um 4,8 Prozent auf 305,6 Millionen zu. Die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration LTE und die Serviceoffensive hätten das Wachstum der Kundenzahlen vorangetrieben, teilte das Unternehmen mit.

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Die Zahl der Mobilfunkkunden erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 1,691 Millionen zu. Dabei konnte Orange insbesondere die lukrativen Abo-Kunden anlocken, deren Bestand um 7,3 Prozent auf 1,12 Millionen stieg. Vier Monate nach dem Start von LTE explodiere der Datenverkehr auf dem Mobilfunknetz. Ende September sei bereit 17 Prozent des ganzen Datenverkehrs über LTE (auch 4G genannt) erfolgt, hiess es. Mit LTE können die Kunden deutlich schneller im Internet surfen als bisher. Die Zahl der LTE-fähigen Geräte schoss bis Ende Oktober um zwei Drittel nach oben auf über 300'000.

Nicht alle Kosten berücksichtigt

Orange gehört seit Ende Februar 2012 nicht mehr France Télécom, sondern der britischen Beteiligungsgesellschaft Apax. Nicht eingerechnet in dei Resultate sind im bereinigten EBITDA Restrukturierungs- und Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Unternehmens an Apax. Auch Kosten für die Benutzung der Marke Orange und der Gewinn aus dem Immobilienverkauf in Biel, der im Vorjahr das Ergebnis nach oben gedrückt hatte, sind nicht berücksichtigt. Inklusive diesen Effekten sank der EBITDA um 1,9 Prozent auf 271,2 Millionen Franken.

(awp/se/aho)