Orange hat im vergangenen Jahr mehr umgesetzt und verdient. Der Mobilfunkanbieter steigerte den Umsatz um 5,8 Prozent auf 1,322 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte um 6,7 Prozent auf 365,3 Millionen Franken, wie Orange bekannt gab.

Nicht eingerechnet sind dabei Restrukturierungs- und Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf an Apax sowie Kosten für die Benutzung der Marke Orange und der Gewinn aus dem Immobilienverkauf in Biel. Mit diesen Effekten stieg der EBITDA um 9,6 Prozent auf 340,1 Millionen Franken. Auch die Kundenzahl wuchs deutlich. Seit Anfang Januar gewann Orange Schweiz rund 62'000 neue Kunden. Damit stieg der Bestand auf 1,669 Millionen Kunden.

Die Steigerung ist den Abonnements zu verdanken, die sich um 6 Prozent auf 1,063 Millionen Mobilfunkabos vermehrten. Die Wechselrate bei den Abokunden sei gesunken, teilte Orange weiter mit. Dagegen blieb die Zahl der Prepaid-Kunden bei 606'000 beinahe konstant (+0,3 Prozent). In der letzten Zeit verschärfte sich allerdings der Wettbewerb. Trotz einer Umsatzsteigerung um 12 Prozent auf 365,8 Millionen Franken sank der bereinigte Betriebsgewinn im Schlussquartal um 6,2 Prozent auf 73,6 Millionen Franken. Die Swisscom hatte im Sommer eine Preisoffensive bei ihren Handytarifen gestartet.

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Um zu sparen, drückt der neue Orange-Chef Johan Andsjö auf die Kosten. Im letzten Monat kündigte er den Abbau von 140 Stellen an, nachdem im vergangenen Jahr der Personalbestand des drittgrössten Mobilfunkers um 50 auf 1083 Vollzeitstellen gesunken war. Die Axt wird gemäss früheren Angaben beim Kader und bei der Administration angesetzt. Dagegen will Orange in die Kundennähe investieren. Im laufenden Jahr sollen 18 neue Läden eröffnet werden. Dadurch werden mindestens 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

(muv/aho/sda/awp)