Der Mobilfunkanbieter Orange Schweiz streicht 2013 bis zu 140 Stellen. Die Axt setzt er vorab beim Kader und in der Administration an, wie er mitteilte. In einer ersten Phase sollen in den kommenden Wochen etwa 70 Arbeitsplätze verschwinden.

Im Lauf das Jahres stehen gemäss der Mitteilung weitere Arbeitsplätze auf dem Prüfstand. Die Mitarbeiter und die Gewerkschaft Syndicom sind informiert. Während der gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsphase übernimmt die Mitarbeitervertretung die Koordination mit der Gewerkschaft.

Von den Streichungen nicht betroffen sind die auf Kunden ausgerichteten Funktionen, wie Orange schreibt. Dort sollen mindestens 60 neue Stellen entstehen und 18 neue Orange Centers eröffnet werden.

Dieser Schritt erfolgt als Ergänzung zu den Investitionen von 700 Millionen Franken in die Modernisierung des Mobilfunknetzes. Der neue Orange-Schweiz-Chef Johan Andsjö wird in der Mitteilung zitiert, das Unternehmen wolle die Struktur vereinfachen und stärker auf die Kunden ausrichten. Zu Umbauten und Personalschnitten kam es bereits bei den Konkurrenten Swisscom und Sunrise.

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Orange gehört seit Februar 2012 der britischen Beteiligungsgesellschaft Apax. Die Briten erhielten den Zuschlag für rund 2 Milliarden Franken. Zuvor hatte France Télécom die frühere Schweizer Tochter zum Verkauf gestellt, nachdem eine Fusion mit Sunrise im Frühling 2010 am Veto der Wettbewerbskommission gescheitert war.

Orange Schweiz bietet ausschliesslich Mobilfunk an. Im Juni lanciert das Unternehmen die vierte Mobilfunkgeneration 4G in zehn Schweizer Städten.

(tke/muv/sda)

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