Der Telekomanbieter Orange Schweiz zieht sich aus dem Geschäft mit CDs, DVDs und Videospielen zurück und löst die 21 Citydisc-Verkaufsstellen auf. Er will sich auf sein Kerngeschäft, die Mobiltelefonie, konzentrieren. Kündigungen soll es keine geben.

Die Citydisc-Filialen werden in Orange-Verkaufsstellen umgewandelt, wie Orange-Sprecherin Thérèse Wenger sagte. Sie bestätigte damit eine Meldung des Westschweizer Radios RTS. Das Label Citydisc verschwindet von der Bildfläche. Die Citydisc-Verkäufer sollen gemäss Wenger möglichst in den Orange-Geschäften weiterbeschäftigt werden.

Orange Schweiz hatte Citydisc Ende 2008 gekauft. Der Mobilfunkanbieter wollte dadurch sein Geschäft mit einem Multimedia-Angebot erweitern. Gemäss der Orange-Sprecherin erfolgte der Schlussstrich nun aus kommerziellen Gründen: Der CD-Verkauf sei eingebrochen, das DVD-Geschäft habe stagniert.

Orange Schweiz ist nach Swisscom und Sunrise der drittgrösste Mobilfunkanbieter der Schweiz. Im Geschäftsjahr 2011 holte das Unternehmen 1,25 Milliarden Franken Umsatz herein - das sind 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Kunden stieg um 2,7 Prozent auf 1,614 Millionen Personen.

(tno/laf/sda)