Die Nummer Drei im Schweizer Telekommarkt Orange hat die Geschäftszahlen in schwierigem Marktumfeld gehalten. Das Unternehmen erwirtschaftete im ersten Quartal 2013 einen Umsatz von 307 Millionen gegenüber 306 Millionen Franken im Vorjahr. Der bereinigte EBITDA verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 87 Millionen Franken, die entsprechende Marge erhöhte sich derweil um 0,3 Prozentpunkte auf 28,3 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 0,6 Prozent auf 286 Millionen Franken, wie der Telekomkonzern mitteilte. 

Die Kundenbasis vergrösserte sich um 3 Prozent auf 1,668 Millionen Kunden. Bei den Abonnementkunden erreichte das Unternehmen ein Plus von 61'000, während die Anzahl der PrePay-Kunden um 13'000 abnahm. CEO Johan Andsjö spricht von einem «guten Ergebnis», vor allem in Anbetracht der Übergangsphase, in der sich der Konzern befinde. Orange will primär die Kundenbetreuung ausbauen. Das Unternehmen lanciert insgesamt sechs Initiativen, um die Serviceleistungen zu verbessern. 

LTE für alle Kunden freischalten

Zudem wird Orange ab sofort die neue Mobilfunkgeneration LTE für alle Kunden freischalten, geht aus der Medienmitteilung vom Dienstag hervor. Damit sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Derzeit können 35 Prozent der Bevölkerung von den neuen Spitzentempi profitieren. Bisher lag die theoretische Höchstgeschwindigkeit bei 42 Mbit/s, die aber in der Praxis kaum je erreicht wurde. 

Zum Start sei LTE in 113 Gemeinden verfügbar, hiess es weiter, darunter in den 10 grössten Städte der Schweiz. Bis Ende Jahr wolle man die Abdeckung auf 71 Prozent der Bevölkerung erhöhen, teilte Orange weiter mit. Zudem solle die Spitzengeschwindigkeit sukzessive auf bis zu 150 Mbit/s gesteigert werden. Damit würde Orange beim Tempo mit der Swisscom gleichziehen, die letzte Woche ebenfalls die Erhöhung der Spitzengeschwindigkeit auf 150 Mbit/s angekündigt hatte. 

Sunrise will im kommenden Monat Juni die neue Mobilfunkgeneration mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) starten. Bis Ende Jahr sollen 19 Orte abgedeckt sein.

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(muv/rcv/awp)