Es kommt Bewegung in den Schweizer Mobilfunkmarkt. «CVC und Sunrise planen einen weiteren Fusionsversuch mit Orange», berichten zwei Quellen unabhängig von einander, wie die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe schreibt. Der erneute Anlauf sei das beherrschende Thema auf den Fluren am Sunrise-Sitz in Zürich-Oerlikon. Denn mit dem kürzlich erfolgten Einstieg des Kabelnetzbetreibers upc Cablecom in den Mobilfunkmarkt habe sich das Wettbewerbsumfeld geändert.

Vor vier Jahren legten die Wettbewerbsbehörden ihr Veto gegen einen Zusammenschluss von Orange und Sunrise ein, auch weil die damalige Orange-Mutter France Télécom keine Konzessionen gegenüber upc Cablecom im Mobilfunk machen wollte.

Mehrere Szenarien für den Ausstieg

Offiziell nimmt Sunrise zu «Spekulationen aus dem Finanzmarkt» keine Stellung. Sie betont aber, dass CVC seit dem Kauf wiederholt kommuniziert habe, es gebe mehrere mögliche Szenarien für den Ausstieg: «Dazu zählen etwa ein Börsengang von Sunrise oder ein Verkauf.» Ein definiertes Exit-Datum gebe es nicht.

Allerdings drängt die Zeit, denn Sunrise wird über den mit 10 Milliarden Euro dotierten CVC Fund V auf den Cayman Islands gehalten. Das Finanzvehikel wird voraussichtlich 2018 geschlossen.

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