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Orange wird schon bald anders heissen

Orange: Der Konzern erhält einen neuen Namen.Keystone

Erst seit kurzem ist der französische Unternehmer Xavier Niel Besitzer des Mobilfunkanbieters in der Schweiz. Nun will er Orange noch in diesem Jahr einen neuen Namen verpassen.

Veröffentlicht am 31.03.2015

Nach der erst vor kurzem erfolgten Übernahme des Schweizer Mobilfunkanbieters Orange durch den französischen Unternehmer Xavier Niel geht's nun rasch: Das Unternehmen ändert noch im laufenden Jahr seinen Namen.

Unter welcher Marke das Unternehmen künftig auftritt, wird aber erst am 23. April bekannt gegeben, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Medienmitteilung von Orange hervorgeht. Darin wird die neue Marken- und Namensgebung als logischen Schritt in der weiteren Entwicklung des Unternehmens bezeichnet.

Schon lange über Namenswechsel nachgedacht

Dass Orange nur rund zwei Monate nach dem Besitzerwechsel bereits seinen Namen ändern kann, hängt mit den längst in Angriff genommenen Vorarbeiten dazu zusammen. Gemäss Orange-Schweiz-Chef Johan Andsjö dachte die Firma seit rund einem Jahr über einen neuen Namen nach.

Obwohl die Namenslizenz erst im Frühjahr 2017 ausläuft, habe man mit einer frühen Aufgleisung des Rebrandings die nötige Flexibilität schaffen wollen, um nicht kurz vor Auslaufen der Namenslizenz solch eine wichtige unternehmerische Entscheidung treffen zu müssen, sagte Andsjö

Einzelheiten gegen Ende April

«Wir haben dann im Dezember während des Verkaufsprozesses unsere Ideen Xavier Niel präsentiert und waren glücklich, dass sie ihm gefallen haben». So sei die Umbenennung zwar zeitlich gesehen ein logischer Schritt des Besitzerwechsels, der Ende Dezember bekannt wurde und am 23. Februar vollzogen wurde. Die Vorarbeiten dafür hätten aber viel eher begonnen.

Im Gespräche mit der Nachrichtenagentur sda sagte Andsjö weder, wie Orange Schweiz inskünftig heissen werde, noch, ob sich die Art der Angebote nach dem Besitzerwechsel bedeutend verändern werde. Einzelheiten zum neuen Auftritt würden erst am 23. April bekanntgegeben, hiess es von Seiten des Orange-Chefs. Die Marke gehört dem französischen Orange-Konzern, der früher France Telecom hiess. Dieser war früher auch Besitzer von Orange Schweiz, ehe das Schweizer Mobilfunkgeschäft vor drei Jahren einer Beteiligungsgeschäft verkauft wurde.

Abos werden weitergeführt

Andsjö betonte aber, dass die bisherigen Abos und Angebote auf alle Fälle weitergeführt würden und auch an den Investitionen in den Ausbau der Mobilfunknetzwerke festgehalten werde. Wie die anderen Mobilfunkanbieter baut Orange derzeit insbesondere die Netze für die schnelle Übertragung von Daten aus.

Ebenfalls keine Auswirkungen hat der Namens- und Besitzerwechsel gemäss Andsjö auf die Struktur von Orange Schweiz und den Personalbestand. Der Mobilfunkanbieter hat allerdings bereits im vergangenen Jahr seine Kosten erheblich gesenkt, insbesondere die Personalkosten. So sank die Zahl der Vollzeitstellen von Herbst 2013 bis Herbst 2014 um rund 7 Prozent.

Gutes letztes Quartal

Mit der Ankündigung des Namenwechsels hat Orange auch das Ergebnis für 2014 bekanntgegeben. In den ersten neun Monate der vergangenen Jahres hat der Mobilfunkanbieter Orange Schweiz einen sinkenden Umsatz verzeichnet. Gegen Ende des Jahres hat sich das Blatt aber gewendet.

So konnten in den letzten drei Monaten des Jahres sowohl Kundenzahl als auch Umsatz deutlich gesteigert werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Im ganzen Jahr resultierte schliesslich ein Anstieg der Kundenzahl um 0,9 Prozent auf knapp 2,17 Millionen. Dabei stieg die Zahl der Kunden mit einem Abo um 2,3 Prozent, derweil die Kunden, die ein Prepaid-Angebot nutzen, weniger wurden.

Einnahmen aus Verkauf von Telefonen

Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 1,32 Milliarden Franken. Als Grund für den Umschwung wurde im Communiqué eine starke Dynamik bei den Verkaufsaktivitäten im vierten Quartal genannt. Diese Entwicklung wurde erst nach der zuvor abgeschlossenen Umstellung der IT-Systeme möglich.

Dass trotz Pauschalangeboten und dadurch tendenziell sinkenden Einnahmen aus einzelnen Telefongesprächen ein Umsatzplus resultierte, hängt indes auch mit Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Telefonen zusammen.

Viele neue Aboabschlüsse

Der gesteigerte Gesamtumsatz führte gemäss Communiqué zusammen mit der hohen Zahl von neuen Abschlüssen für Datenabos zu einer Zunahme des operativen Gewinns vor Abschreibungen auf Stufe Ebitda. Dieser fiel 2014 mit 433,8 Millionen Franken um 11 Prozent höher als im Jahr davor aus.
 

(sda/dbe/ama)

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