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Orascom schreibt tiefrote Zahlen

Luxushotel Chedi in Andermatt: Die Umsätze sinken.   Keystone

Der Bau- und Tourismuskonzern muss einen Millionen-Verlust im abgelaufenen Jahr verkraften. Vor allem die Reisebeschränkung für Ägypten drückte das Ergebnis nach unten.

Veröffentlicht am 15.04.2014

Die Reisebeschränkung für Ägypten setzt dem Bau- und Tourismuskonzern Orascom zu. Der Reinverlust betrug im vergangenen Jahr 157,8 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte.

Damit liegt der Konzern an der oberen Grenze der Ende März angekündigten roten Zahlen. Orascom sagte damals einen Reinverlust in der Spannweite von 145 bis 160 Millionen Franken voraus. Letztmals schwarze Zahlen geschrieben hatte das Unternehmen 2010 mit einem Gewinn von 122 Millionen Franken.

Umsatz sinkt um knapp 20 Prozent

Auch einen Umsatzeinbruch kündigte das vom ägyptischen Investor Samih Sawiris kontrollierte Unternehmen im März an. Gemäss definitiven Zahlen sackten die Verkäufe um 18,5 Prozent auf 221,4 Millionen Franken ab.

Orascom macht diese tieferen Umsätze sowie in geringerem Umfang kapitalisierte Finanzierungskosten und die Abwertung des ägyptischen Pfunds für den Einbruch verantwortlich. Insbesondere litt der Konzern aber unter der Reisebeschränkung für Ägypten.

Kampf gegen hohe Fixkosten

Die Umsätze im Segment Hotels sanken denn auch von 147,6 Millionen Franken im 2012 auf nunmehr 125,8 Millionen Franken im vergangenen Geschäftsjahr. Ähnlich sieht es im Segment Bau aus. Die Umsätze sanken hier von 76,3 Millionen auf 49,8 Millionen Franken.

Orascom kämpft auch gegen zu hohe Fixkosten. Seit Dezember 2012 sei deshalb der Personalbestand, der grösste Kostenblock, um mehr als 2400 Mitarbeiter oder 17 Prozent reduziert worden, heisst es weiter.

(sda/dbe/sim)

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