Der Name «Thalia» soll schrittweise aus dem Schweizer Buchhandel verschwinden und durch den Markennamen Orell Füssli ersetzt werden. Das Joint-Venture zwischen Thalia und dem Zürcher Handels- und Industriekonzern war Anfang März bekannt gegeben worden.

Thalia weist darauf hin, dass etablierte Namen nicht verschwinden sollen: Die Buchhandlungen Stauffacher in Bern und Rösslitor in St. Gallen seien regional gut verankert und sollen ihren Auftritt behalten dürfen, sagte ein Sprecher der Thalia Bücher AG am Montag der Nachrichtenagentur sda.

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Das Unternehmen bestätigte Angaben aus der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vom Vortag. Das Gemeinschaftsunternehmen Orell Füssli Thalia (OFT) soll im Herbst seine Tätigkeiten aufnehmen.

Orell Füssli und die Thalia Holding, die wiederum zur deutschen Handelsgruppe Douglas gehört, hatten im März mit ihrem Joint-Venture auf Aufsehen gesorgt. Ein Hintergrund der Fusion ist die starke Konkurrenz aus dem Internet. Beide Partner halten am Gemeinschaftsunternehmen 50 Prozent.

Die 14 Orell-Füssli-Geschäfte erzielten im vergangenen Jahr 110 Millionen Franken Umsatz, die 22 Thalia-Läden holten 131 Millionen Franken herein. Zusammen erreichen die Unternehmen ein dominierende Stellung im Schweizer Bücherverkauf.

Stellenabbau

Der Sprecher bestätigte der sda Angaben vom März, wonach es einen Stellenabbau geben wird. In den nächsten eineinhalb Jahren dürften 40 bis 50 Arbeitsplätze wegfallen.

Synergien gibt es bei der Logistik, beim Marketing und bei der Informatik. Logistik und Einkauf würden zusammengeführt. Thalia beschäftigt nach Angaben vom März 650 Mitarbeiter, die Orell Füssli Buchhandlungs AG hat 400 Angestellte.

(rcv/vst/sda)