Die Orell Füssli Gruppe hat im ersten Halbjahr 2010 einen Verlust von 4,1 Millionen Franken nach einem Verlust von 0,5 Millionen Franken im Vorjahr erzielt. Die Verschlechterung des Ergebnisses sei vor allem auf die Schwächen des US-Dollars und des Euro zurückzuführen, teilte die in den Bereichen Banknoten- und Sicherheitsdruck, Industriesysteme sowie Buchhandel tätige Gruppe mit.

Der Umsatz verminderte sich im Halbjahr um 11,1 Prozent auf 120,3 Millionen Franken. Währungsbereinigt hätte der Umsatz dagegen leicht auf 136,3 Millionen Franken angezogen, schreibt Orell Füssli. Der Betriebsverlust belief sich auf 5,9 Millionen Franken nach -2,6 Millionen im Vorjahr. Wie in den Vorjahren sei der Halbjahresausweis wegen geschäftstypischer Saisoneffekte aber nicht richtungsweisend, betont das Unternehmen.

Im Industriegeschäft von Atlantic Zeiser konnte der Semesterumsatz in Euro um 19 Prozent gesteigert werden, der Effekt habe sich in der Konzernrechnung wegen des schwachen Euros aber allerdings stark reduziert. In Franken stieg der Umsatz nur noch um 4,4 Prozent auf 36,9 Millionen Franken. 

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Der Umsatz im Bereich Sicherheitsdruck verminderte sich um 30 Prozent auf 27,4 Millionen Franken. Im ersten Halbjahr seien im Banknotendruck grösstenteils Auslandaufträge, die unter Margen- und Währungsdruck stünden, ausgeführt worden, heisst es. Die Produktion der neuen Schweizer Banknoten werde erst im Herbst beginnen.

Besseres zweites Quartal erwartet

Im Buchhandel reduzierte sich der Umsatz um 5,3 Prozent auf 50,5 Millionen. Hier litt Orell Füssli vor allem unter den «vom Umfeld diktierten Preisabsenkungen» aufgrund des tiefen Eurokurses. Im Internet konnte der Umsatz um 9 Prozent und im Geschäft mit Grosskunden um 24 Prozent gesteigert werden.

Für das zweite Halbjahr seien die Aussichten trotz des schwierigen Umfelds traditionsgemäss deutlich besser, schreibt Orell Füssli. Entscheidend zum Ergebnisausweis werde der zeitgerechte Start der Produktion der neuen Schweizer Banknoten beitragen. Die Verzögerungen hätten das Ergebnis bisher erheblich belastet.

Insgesamt rechnet Orell Füssli für 2011 mit einem Umsatz und Ergebnis in der Grössenordnung des vergangenen Jahres, falls sich der Schweizer Franken «auf einem realistischen Niveau einpendelt», wie das Unternehmen schreibt.

(laf/kgh/sda)