Die Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli hat im ersten Halbjahr 2015 den Umsatz gesteigert und dabei wieder schwarze Zahlen geschrieben. Ermöglicht wurden die verbesserten Ergebnisse durch Fortschritte bei der Division Sicherheitsdruck. Bei Atlantic Zeiser sowie im Buchhandel waren die Ergebnisse dagegen rückläufig. Für das Gesamtjahr rechnet die Gruppe insgesamt aber mit deutlich besseren Zahlen als im Vorjahr.

Der Nettoerlös stieg im ersten Halbjahr um rund 8 Prozent auf 141,5 Millionen Franken an, teilt die Gesellschaft mit. Auf Stufe Ebit weist die Gruppe einen Gewinn von 7,5 Millionen aus, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 4,0 Millionen resultiert hatte. Das Halbjahresergebnis belief sich auf 4,5 Millionen Franken nach einem Minus von 3,7 Millionen in der Vorjahresperiode.

Sicherheitsdruck stark verbessert

Den wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung leistete die Sparte Sicherheitsdruck. Der Umsatz stieg dort um knapp zwei Drittel auf 67,2 Millionen Franken und auf Stufe Ebit resultierte ein Gewinn von 9,3 Millionen nach einem Verlust von -3,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Die Produktionsmenge habe gegenüber der Vergleichsperiode durch einen weitgehend störungsfreien Betrieb markant erhöht werden können, so die Mitteilung. Die Entwicklungsarbeiten für weitere neue Banknotenserien würden nach Zeitplan verlaufen.

Bei der Division Atlantic Zeiser ging der Nettoerlös in Schweizer Franken dagegen um 28 Prozent auf 27,1 Millionen Franken zurück. Trotz eines Sondergewinns von 0,4 Millionen Franken aus dem Verkauf der Sofha-Anteile im ersten Halbjahr verringerte sich der Ebit um 27 Prozent auf 1,1 Millionen Franken. Gründe für den Rückgang seien neben der Frankenstärke die geringere Nachfrage im Segment Kartenproduktionsmaschinen und aus dem wichtigen US-Markt, heisst es. Dagegen habe sich der Auftragsbestand bei den pharmazeutischen Verpackungen «Track & Tracer» per Mitte Jahr im Vorjahresvergleich verdoppelt.

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Buchhandel schwächt sich weiter ab

Im Buchhandel resultierte aus dem Joint Venture Orell Füssli Thalia ein um 11 Prozent tieferer Nettoerlös von 43,0 Millionen Franken und der Ebit lag mit -1,9 Millionen Franken noch stärker im Minusbereich als im Vorjahr mit -1,6 Millionen. Kumuliert über alle Verkaufskanäle habe sich der Buchmarkt in der Schweiz im ersten Halbjahr um rund 5 Prozent abgeschwächt, so die Meldung. Im Verlagsgeschäft lag der Nettoerlös um 10 Prozent unter dem Wert des ersten Halbjahr 2014.

Im Ausblick auf das laufende Jahr zeigt sich die Gruppe insgesamt optimistisch. Gestützt auf die operativen Verbesserungen im Sicherheitsdruck werde ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr erwartet, so der Ausblick. Im Buchhandel sei aber aber im Vorjahresvergleich von einem Rückgang auzugehen und aufgrund der Unsicherheiten bei den unterschiedlichen Absatzmärkten bleibe das Ergebnis bei Atlantic Zeiser zum jetzigen Zeitpunkt schwierig abzuschätzen.

Weiter teilt das Unternehmen mit, dass die Funktion Unternehmensentwicklung ab 2016 neu ausgerichtet wird. Martin Söderberg, Leiter Unternehmensentwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung, wird die Gruppe verlassen.

(awp/dbe/hon)