Die wichtigsten und spannendsten Themen, die Versicherer aktuell beschäftigen, werden jedes Jahr im Rahmen des vom Fachmagazin «Schweizer Versicherung» und Euroforum durchgeführten Insurance Forum von Exponenten aus Versicherungsunternehmen, Wissenschaft und Forschung sowie von Aufsichtsbehörden intensiv diskutiert. Für den Tagungsvorsitzenden des Insurance Forum 2008, Silvio Borner, Professor am Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel, steht die Versicherungsbranche «alles in allem mitten in der Phase von strukturellen Umbrüchen, die ganz neue Herausforderungen, aber auch ganz neue Chancen eröffnen». Solche Chancen packen will Pierin Vincenz, CEO der Raiffeisen-Gruppe, mit einer «ganzheitlichen Unternehmensführung statt Renditejagd». Hans Geiger, Professor am Swiss Banking Institute der Universität Zürich, stellte Hypothesen zu den Reparaturarbeiten im Zuge der Vertrauenskrise auf. Etwas tiefer hinein in die Materie wagten sich Michel M. Liès, Mitglied des Executive Committee und Head Client Markets bei Swiss Re, Ralph-Thomas Honegger, CIO und Mitglied der Geschäftsleitung der Helvetia-Gruppe, Manfred Knof, CEO und Delegierter des Verwaltungsrates der Allianz Suisse, und Axel P. Lehmann, Mitglied des Group Executive Committee und neuer Group Chief Risk Officer der Zurich.

Welchen Herausforderungen sich die Finanzmarktaufsicht jetzt stellen muss, zeigte Eugen Haltiner, Verwaltungsratpräsident der Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma zu Beginn des zweiten Forumstages auf. Neue Produkte und der gläserne Kunde waren die Themenkreise für Thomas Junold, Mitglied des Vorstandes der FJA AG, und Peter Maas, Vize-Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen. Warum Nachhaltigkeit gerade für Versicherer von Relevanz ist, begründete Peter Forstmoser, Präsident The Sustainability Forum und der Swiss Re, der Betrachtungen zu einigen Nachhaltigkeitstrends gab. Bruno Pfister, CEO der Swiss-Life-Gruppe, zeigte, welche Massnahmen geeignet sind, um die Altersvorsorge nachhaltig zu sichern, und der künftige CEO und Vorsitzende der Konzernleitung der Bâloise-Gruppe, Martin Strobel, sieht im Segment der «anspruchsvolleren Kundschaft» durchaus noch Chancen für Wachstum.