Erleichtert durchatmen und zuversichtlich in die Zukunft blicken - so hätte man die Stimmung am Aussenwirtschaftsforum der Osec bezeichnen können. Noch vor einem Jahr sahen die Wirtschaftsaussichten rabenschwarz aus und die exportorientierten KMU befürchteten zudem eine Kreditklemme. Es ist zum Glück anders gekommen. Das Gröbste sei vorbei, meinte Daniel Küng, CEO der Osec. Die Schweizer Wirtschaft sei gut positioniert, habe die Krise verhältnismässig glimpflich überstanden, und die Unternehmen seien mehrheitlich gut aufgestellt, um von der Erholung zu profitieren. Küng verwies auf die nach oben korrigierten Konjunkturprognosen, die wieder anziehende globale Exportwirtschaft und die unermüdlich drehenden Wirtschaftsmotoren der Bric-Staaten. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey rief in ihrer Ansprache allerdings in Erinnerung, dass die Schweiz angesichts der Verschiebung der weltweiten Machtverhältnisse vor ein paar grossen aussenpolitischen Herausforderungen stehe und ihre Rolle in der Welt sowie ihre Beziehung zur Europäischen Union diskutieren und neu definieren müsse.

Ein weiterer Höhepunkt des Dinners war die Verleihung des Osec Export Award. Ziel diese Preises ist es, besondere Exportleistungen von Schweizer KMU auszuzeichnen. In der Kategorie «Success», die einen nachhaltigen und nachweisbaren Exporterfolg bewertet, errang die Contrinex AG mit Sitz in Givisiez FR den ersten Platz. Der von Peter Heimlicher gegründete Einmannbetrieb, der induktive und photoelektrische Sensoren herstellt, beschäftigt mittlerweile weltweit 500 Personen. Tochter Annette Heimlicher hat erfolgreich eine Niederlassung in Brasilien eröffnet und ist nun dabei, eine Produktionsstätte in Indien ins Leben zu rufen. Die zweiten Preisträger heissen Corinne Hochreutener und Paul Eberle vom exklusiven Parkettmacher Bauwerk Parkett AG. Mit ihrem Zwei-Schichten-Fertigparkett dringt die Firma aus St. Margarethen SG laufend in neue Märkte ein. Mit dem «Step-in»-Award ist sie für ihr Exportvorhaben in Singapur und in den Golfstaaten geehrt worden.