Der traditionsreiche Deutsche Leuchtmittelhersteller Osram will sein Lampengeschäft ausgliedern. Betroffen sind 40 Prozent des Umsatzes und wohl mehr als 10'000 Mitarbeitende. Dies geht aus einer knappen Pflichtmitteilung vom Dienstag hervor.

Was der Plan für die Angestellten genau bedeutet, ist noch offen. Details zu den Plänen nannte Osram nicht, erst müsse der Verwaltungsrat Ende April darüber entscheiden. Mit der Ausgliederung des früheren Kerngeschäfts wolle man die Weiterentwicklung dieser Bereiche auch unter Einbeziehung von Partnern ermöglichen, teilte der Konzern mit.

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Zukunft offen

Ob das Geschäft dann verkauft oder etwa an die Börse gebracht werden soll, bleibt vorerst unklar. Bei Osram bliebe nach der Abspaltung das Geschäft mit LED-Halbleitern und Spezialbeleuchtung. Dazu gehört auch Lichttechnik für die Autoindustrie, bei der die Münchner führend sind. Zudem setzen sie auf Systemlösungen und intelligente Steuerung, etwa bei der Beleuchtung von Museen oder Kirchen.

Das Unternehmen, das bereits seit 1919 existiert, bekommt im traditionellen Lampengeschäft seit Jahren die Billigkonkurrenz aus Asien zu spüren. Seit der Trennung von der früheren Konzernmutter Siemens 2013 fährt das Unternehmen einen strikten Sparkurs, baute tausende Stellen ab und verkaufte etliche Fabriken weltweit.

(sda/chb/gku)