Der Schneemangel und der frühe Frühling lassen an den Ostertagen die Kassen an ungewohnten Orten klingen. Während sich viele Skigebiete bis an Ostern durchbeissen wollen, schrubben und schrauben andere um den Start in den Sommerbetrieb noch vor Ostern zu schaffen.

Zuwachs im hohen zweistelligen Bereich

Das Ostergeschäft ist für die Reiseanbieter in den letzten Jahren vermehrt auch zu einem Geschäft der Kurzfristigkeit geworden. Viele buchen erst dann, wenn die Wetterprognosen einigermassen sicher sind. Heute gibt es noch nichts verlässliches für die Karwoche und die Ostertage und trotzdem, die Buchungen laufen heiss. Bei Hotelplan haben die Buchungen für Osterferien in den letzten zwei Wochen massiv angezogen. Laut Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir liegen die Buchungen «im hohen zweistelligen Plus-Bereich» im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei Kuoni liegen die Buchungen im Schnitt über dem Durchschnitt bei einem Plus von 10 Prozent wie es auf Anfrage hiess.

Europapark und London im Trend

Bei Hotelplan liegt an der Spitze der Buchungshitparade der Europapark in Rust, gefolgt von London. Die Stadt an der Themse liegt auch bei Kuoni auf Platz eins. Weiter sind für die Ostertage Berlin und Wien gefragt. Beim Swiss sind Buchungen nach Berlin und Barcelona top. Auf der Langstrecke ist es Bangkok. Das warme Wetter und die späten Osterfeiertage zeigen auch die Tendenz zu Uhu-Ostern (Ums Huus umä). Dass der Europapark die Buchungshitparade anführt, überrascht daher nicht. Der Vergnügungspark liegt relativ nahe zur Schweiz und ist ring erreichbar.

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Einige Sommerattraktionen offen

Wie das Wetter über die Ostertage wird, lässt sich noch kein seriöser Meteorologe entlocken. Die letzten Wochen mit viel Sonnenschein haben es aber Ausflugszielen, wie dem Atzmännig im Zürcher Oberland, ermöglicht, schon vor Ostern die Anlagen auf Sommerbetrieb umzustellen und zu eröffnen. Die Erwartungen an die Ostertage sind entsprechend gross. Ausflugsziele wie der Affenberg in Salem, der Adventure Park am Rheinfall oder die Insel Mainau rechen mit einem gesteigertem Besucheraufkommen und auf ein dementsprechend einträgliches Geschäft. Dies ist jedoch bei einigen noch Wetter abhängig. Ostern mit Tulpenblüte statt Après-Ski. Die Gewinner der kommenden Feiertage sind klar im Flachland oder im Ausland zu finden. Die Bergbahnbetreiber legen nach einer verkorksten Saioson vielerorts noch drauf. Den Oster-Reibach machen dieses Jahr andere.