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Otto Versand stagniert - und setzt auf Online-Handel

Die deutsche Moderatorin Palina Rojinski als Werbeträgerin für Otto Versand. (Bild: Otto))

Treten an Ort und Stelle: Der deutsche Versandhandelskonzern Otto hat im vergangenen Jahr nur ein marginales Wachstum verzeichnet - insbesondere Frankreich bereitet den Hamburger Sorgen. Im Online-Ges

Veröffentlicht am 03.04.2012

Der deutsche Versandhandelskonzern Otto hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die gestiegenen Rohstoffkosten und die Zurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen. Der Umsatz nahm lediglich um 1,5 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zu.

Das zurückliegende Geschäftsjahr sei von einem herausfordernden Umfeld geprägt gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader am Dienstag. Auch das laufende Jahr werde sich schwierig gestalten. Investieren will der Familienkonzern 2012 in den Online-Handel, in Dienstleistungen und interessante Auslandsmärkte.

Moderates Wachstum im Visier

Gleichzeitig sollen die Investitionen in Unternehmen, die nicht nachhaltig profitabel seien, zurückgeschraubt werden. «Unser Ziel ist ein moderates weiteres Wachstum bei deutlich steigenden Gewinnen», sagte Schrader.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der Konzern vor allem im Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen mit Plus 16 Prozent. Im Online-Handel, wo Otto vor allem mit dem Branchenprimus Amazon konkurriert, kletterte der Umsatz um 9,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt stagnierten die Detailhandelsumsätze jedoch bei 10 Milliarden Euro.

Geschäft in Frankreich läuft schlecht

Negativ entwickelte sich insbesondere das Geschäft in Frankreich, dessen Umsatz um knapp 6 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro schrumpfte. Otto begründete dies mit einer gesunkenen Kauflaune der Modekunden und dem Umbau des Versandhandel-Geschäftsmodells in dem Land.

Kräftig zulegen konnte der Konzern dagegen im aufstrebenden Markt Russland. Hier stieg der Umsatz trotz negativer Wechselkurseffekte um knapp 35 Prozent auf 474 Millionen Euro. In Nordamerika stagnierten die Erlöse dagegen wechselkursbedingt bei 1,15 Milliarden Euro. In Asien sank der Umsatz vor allem infolge des Verkaufs des Koreageschäfts um fast 9 Prozent.

Die Zahl der Otto-Belegschaft stieg wegen des Aufbaus in Russland und dem weiteren Wachstumsmarkt Brasilien um 4'500 auf gesamthaft 54'200 Personen.

(vst/laf/sda)

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