Die Schweizerische Post probt den Einsatz von Drohnen. Erste Testflüge finden diesen Monat im Kanton Bern statt. Die «fliegenden Postboten» könnten künftig Pakete in abgelegene Gebiete liefern.

Bei den Testflügen im Seeland wollen die Projektverantwortlichen zunächst herausfinden, wie sich die Drohnen unter verschiedenen meteorologischen Einflüssen verhalten.

Einsatz nach Unwetter

Für die Zukunft schweben der Post verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor, wie es am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bas-Vully FR hiess. Denkbar seien etwa Einsätze in Notsituationen, beispielsweise die Versorgung einer Siedlung, die nach einem Unwetter von der Umwelt abgeschnitten ist.

Ebenfalls realistisch ist laut der Post der Eiltransport von Laborproben. Die unbemannten Flugobjekte könnten auch dringend benötigte Medikamente in abgelegene oder abgeschnittene Bergdörfer bringen.

Technische Hürden

Bevor es so weit ist, sind allerdings einige technische Hürden zu überwinden, darunter die eingeschränkte Batterielaufzeit. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen noch eingehend geklärt werden. Ein kommerzieller Einsatz ist laut Post frühestens in fünf Jahren realistisch.

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Am «Projekt Phoenix» beteiligen sich auch die Swiss World Cargo - die Luftfrachtdivision von Swiss - sowie Matternet, ein Drohnenhersteller mit Sitz in Kalifornien.

Für kleine Lieferungen

Die Drohne des Typs Matternet One ist speziell für den Transport von kleinen Lieferungen ausgelegt. Das Fluggerät ist äusserst leicht gebaut und stark genug, um mit einer einzigen Batterieladung ein Kilogramm über 10 Kilometer hinweg zu befördern.

(sda/mbü/hon/chb)