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Neunmonatszahlen
Panalpina büsst Umsatz ein

Panalpina: Das Unternehmen rechnet mit weiterhin schwierigen Bedingungen. Keystone

Umsatzeinbusse und Gewinnschwund: Panalpina hatte in den ersten neun Monaten 2015 mit schwierigen Marktverhältnissen zu kämpfen. In einem Geschäftsbereich schrieb die Firma aber schwarze Zahlen.

Veröffentlicht am 20.10.2015

Das Transport- und Logistikunternehmen Panalpina hat in den ersten neun Monaten 2015 weniger Umsatz und Betriebsgewinn erzielt. Panalpina sieht sich mit anhaltendem Gegenwind im Energiesektor und einem schwachen Luftfrachtmarkt sowie mit Währungseffekten konfrontiert.

Der Nettoumsatz verringerte sich von Januar bis September auf 4,4 Milliarden Franken von rund 5 Milliarden Franken in der Vorjahresperiode, wie Panalpina am Dienstag mitteilte.

Währungsbereinigt blieb der Gewinn stabil

Der Bruttogewinn schrumpfte um 6 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 2 Prozent auf 92,4 Millionen Franken. Währungsbereinigt sei der Bruttogewinn stabil geblieben, der EBIT hätte um 9 Prozent zugenommen, schrieb Panalpina. Auch in Schweizer Franken stabil blieb der Konzerngewinn mit 69,3 Millionen Franken.

«In den ersten neun Monaten des Jahres konnten wir Betriebs- und Konzerngewinn auf Vorjahresniveau halten, obwohl der Luftfrachtmarkt im dritten Quartal schrumpfte, wir im Öl- und Gasgeschäft exponiert waren und historisch hohe IT-Investitionen tätigten», wird Panalpina-Chef Peter Ulber in der Mitteilung zitiert.

Schwache Nachfrage nach Luft- und Seetransport

Panalpina litt unter einer schwachen Nachfrage nach Transporten über den Luft- und Seeweg. So transportierte das Unternehmen weniger Güter für die Öl- und Gas- sowie Automobilindustrie per Luftfracht, aber mehr verderbliche Waren. Sowohl bei der Luft- als auch Seefracht büsste Panalpina leicht an Marktanteilen ein.

Auch bei der Logistik nahm zwar der Bruttogewinn ab, dies wegen der Währungsumrechnung sowie des laufenden Ausstiegs aus unprofitablen Anlagen, wie Panalpina schrieb. Aber beim Betriebsgewinn schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen, während in der Vorjahresperiode ein Verlust resultiert hatte.

Firma ist nicht optimistisch

Das Unternehmen rechnet damit, dass die Märkte in der Luft- und Seefracht bestenfalls flau bleiben werden. Eine Erholung des Ölpreises in naher Zukunft erwartet Panalpina nicht. Das Unternehmen will die Produktivität durch neue IT-Systeme verbessern und Investitionen in weniger schwankungsanfällige Geschäfte tätigen, um von bestimmten Industrien weniger abhängig zu werden.

(sda/mbü/ama)

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