Das Schweizer Luftfahrt- und Logistikunternehmen Panalpina hat seine 12-Prozent-Beteiligung an der Luxemburger Fluggesellschaft Luxair im Juni verkauft. Das bestätigte Panalpina-Sprecher Sandro Hofer «Handelszeitung Online». Zuvor hatten die Luxemburger Nachrichtenseiten «tageblatt.lu» und «paperjam.lu» über den Deal berichtet.

Käufer ist der luxemburgische Staat. «Mit dem Verkauf hat Panalpina ihr Anlageportfolio um die einzige nicht voll konsolidierte Beteiligung bereinigt», so Hofer. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Laut «tageblatt.lu» besitzt der Luxemburgische Staat bereits 26,85 Prozent von Luxair. Weitere 21,81 Prozent halte die staatliche Bank- und Staatssparkasse BCEE. Der Anteil der öffentlichen Hand steigt demnach mit dem Panalpina-Paket auf 60,75 Prozent.

Der luxemburgische Gewerkschafter Hubert Hollerich begrüsste gegenüber «tageblatt.lu» den Verkauf. Durch eine Übernahme durch den Staat würde verhindert, dass sich kurzfristig denkende Finanzinvestoren bei Luxair einkaufen könnten. Andererseits gebe das Ausscheiden Panalpinas zu denken, insbesondere bezüglich des Ausbaus Luxemburgs als Logistik-Standort.

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«Der Verkauf hat keine Auswirkungen auf Panalpinas Engagement am Flughafen Findel», sagt dagegen Panalpina-Sprecher Hofer. «Der Flughafen ist und bleibt für Panalpina ein wichtiger Luftfrachtknoten in Europa.»