Dem Transport- und Logistikkonzern Panalpina ist im Geschäftsjahr 2011 bei einem rückläufigen Umsatz die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Bei einem um 9,3 Prozent tieferen Nettoumsatz von 6,50 Milliarden Franken resultierte unter dem Strich ein Reingewinn nach Minderheiten von 126,3 Millionen. Im Vorjahr wies Panalpina wegen Sondereffekte aus Rechtsstreitigkeiten noch einen Fehlbetrag von 27,4 Millionen Franken aus.

Auch operativ verbessert

Auch operativ hat sich Panalpina verbessert: Der Bruttogewinn, die aussagekräftigere Messgrösse für die Leistungsfähigkeit eines Logistikunternehmens, blieb trotz weniger Umsatz mit 1,48 Milliarden Franken (-0,2 Prozent) praktisch stabil. Der Ebitda wurde im Berichtsjahr mit 212,1 Millionen mehr als verdreifacht, die Ebitda/Bruttogewinnmarge nahm auf 14,4 Prozent von 14,1 Prozent zu. Gemäss früheren Angaben soll der Wert bis zum Jahr 2014 auf 20 Prozent steigen. Der Ebit erreichte 17,4 Millionen, nach 15,4 Millionen im Vorjahr.

Mit den gezeigten Zahlen hat Panalpina die Markerwartungen knapp verfehlt. Analysten hatten durchschnittlich (AWP-Konsens) mit einem Nettoumsatz von 6,49 Milliarden Franken, einem Bruttogewinn von 1,48 Milliarden, einem Ebit von 180 Millionen und einem Reingewinn von 127 Millionen gerechnet.

Neuer Höchststand in Seefracht

Nachdem das Unternehmen in den letzten zwei Jahren keine Dividende bezahlt hat, wird nun der Generalversammlung wieder eine Ausschüttung von 2,00 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Darüber hinaus soll eine Nennwertreduktion von 1,90 Franken je Aktie zur Auszahlung kommen.

In der Seefracht erreichten die von Panalpina beförderten Volumen 2011 einen neuen Höchststand. Das Wachstum habe mit 6 Prozent dem des Marktes entsprochen. Der Bruttogewinn pro T/EU Seefracht ging 2011 um 8 Prozent zurück (währungsbereinigt +3 Prozent). In der Luftfracht transportierte Panalpina 5 Prozent weniger als 2010. Margenverbesserungen führten aber zu einer weiteren Zunahme des Bruttogewinns pro Tonne Luftfracht von 9 Prozent (währungsbereinigt +21 Prozent).

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Panalpina erwartet, dass der Luftfrachtmarkt in der ersten Jahreshälfte weiter schrumpfen wird, was in einem Marktwachstum von 0 Prozent für das ganze Jahr resultieren dürfte. In der Seefracht geht Panalpina von einem Marktwachstum von 4 bis 5 Prozent aus. Das Ziel der Gruppe sei es, schneller als der Markt zu wachsen. «2012 stellt uns vor Herausforderungen. Die Erwartungen für die Volumen sind kurzfristig gedämpft, vor allem in der Luftfracht, wo wir ab dem zweiten Quartal mit Marktanteilsgewinnen rechnen», wird Konzernchefin Monika Ribar in der Mitteilung zitiert.

(chb/awp)