Der Logistikkonzern Panalpina ist im letzten Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich häufte sich ein Verlust von 70,2 Millionen Franken an. Im Jahr 2011 hatte ein Gewinn von 127,4 Millionen Franken resultiert.

Grund für den Verlust waren Sonderkosten in Höhe von 114,3 Millionen Franken. Alleine mit 59,2 Millionen Franken schlugen Kartellbussen der EU und der Schweiz zu Buche, wie das Unternehmen bekannt gab. Zudem stellte der Konzern 12,7 Millionen Franken für Löhne von ausscheidenden Mitarbeitern zurück. Überdies fiel ein Abschreiber von 29,6 Millionen Franken in Norwegen an.

Aber nicht nur Sonderkosten zogen das Ergebnis in die Tiefe. Auch der Sinkflug des Luftfrachtgeschäfts machte Panalpina zu schaffen. Konzernchefin Monika Ribar zeigte sich zerknirscht: «Unser Ergebnis für 2012 ist unbefriedigend. Wir haben es nicht geschafft, den Rückgang in der Luftfracht wettzumachen», wurde sie im Communiqué zitiert. In der Seefracht und Logistik konnte Panalpina zwar trotz eines schwächeren Marktwachstums das Geschäft beträchtlich ausbauen, aber schlicht nicht genug. «Auf der Kostenseite haben wir nicht schnell genug reagiert», erklärte Ribar in einem Communiqué. So seien die Betriebskosten um 11 Prozent gestiegen.

Operativ fiel ein Verlust (EBIT) von 37,4 Millionen Franken an nach einem Betriebsgewinn von 174,2 Millionen Franken vor einem Jahr. Und dies, obwohl der Umsatz um 2 Prozent auf 6,617 Milliarden Franken zulegte. Damit hat Panalpina die Erwartungen der Analysten verfehlt. Diese hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP bei einem Umsatz von 6,630 Milliarden Franken einen Betriebsverlust von 7,6 Millionen Franken erwartet. Unter dem Strich hatten sie lediglich ein Minus von 22,5 Millionen Franken vorhergesagt.

(muv/tke/sda)

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