Der Logistikdienstleister Panalpina hat im zweiten Quartal 2015 bei tieferem Umsatz auch bei der Profitabilität leichte Rückschläge hinnehmen müssen. Der Nettoumsatz ging um 12 Prozent auf 1,44 Milliarden Franken zurück und der aussagekräftigere Bruttogewinn um 7,5 Prozent auf 364 Millionen. Aufgrund einer tieferen Kostenbasis zeigt sich der Rückgang im operativen Ergebnis weniger stark: Das Ebitda schrumpfte um 3,6 Prozent auf 47,8 Millionen und das Ebit um 1,4 Prozent auf 35,1 Millionen. Der Reingewinn ging um 1,9 Prozent auf 25,7 Millionen zurück.

Von einem «schwachen Marktumfeld» schreibt Panalpina in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Hauptfokus werde weiterhin auf der Kostenkontrolle und der Steigerung der Produktivität liegen. «Wir haben bei der Reduzierung von Verlusten und der Umwandlung unserer Geschäfte zwar schon deutliche Fortschritte erzielt, aber wir sehen weiterhin viel Verbesserungspotenzial», wird CEO Peter Ulber zitiert.

Erwartungen verfehlt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Panalpina die Markerwartungen auf allen Stufen ziemlich klar verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Nettoumsatz von 1,59 Milliarden, einen Bruttogewinn von 384,6 Millionen Franken, einen Ebitda von 50,4 Millionen und einen Reingewinn von 26,4 Millionen veranschlagt.

Anzeige

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass das verhaltene Marktwachstum in der Luft- und Seefracht auch im weiteren Verlauf von 2015 andauern wird. «Trotz ungünstiger Bedingungen im Energiesektor sind wir davon überzeugt, dass wir in der Luftfracht in der zweiten Jahreshälfte verlorenen Boden wieder wettmachen können. Unsere Pipeline ist vielversprechend», so Ulber.

(awp/ise/me)