1. Home
  2. Unternehmen
  3. Pannen-Airbag zwingt Toyota zum Massenrückruf

Probleme
Pannen-Airbag zwingt Toyota zum Massenrückruf

Airbag: Der japanische Hersteller hat ein mangelhaftes Produkt geliefert. Keystone

Wieder muss Toyota wegen den Airbags Milllionen von Autos in die Garage bestellen. Auch in der Schweiz sind viele Fahrzeuge vom Rückruf betroffen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Toyota ruft wegen eines möglichen Airbag-Defekts erneut fast drei Millionen Autos zurück. Das teilte der japanische Autobauer am Donnerstag mit. In Europa sind 350'000 Fahrzeuge betroffen – davon rund 3400 in der Schweiz. Die Autos sind mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata ausgestattet. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen.

Von Toyotas Rückruf sind 750'000 Autos in Japan betroffen. 650'000 Autos entfallen auf China, 350'000 auf Europa. 1,16 Millionen Autos sind in anderen Ländern betroffen.

Takata-Airbags als Problem für die ganze Branche

In der Schweiz sind 3391 Fahrzeuge vom Rückruf betroffen, wie Mediensprecherin Andrea Auer von Toyota Schweiz gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Es handelt sich dabei um die Modelle Auris und Yaris. Die mangelhaften Takata-Airbags sind seit Jahren schon berüchtigt in der Branche. Das Problem hat in den USA zur grössten Rückrufaktion der Automobilgeschichte geführt.

Bei einigen Takata-Airbags besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und dabei Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs geschleudert werden können. Der Defekt wird weltweit mit mindestens 16 Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht – die meisten in den USA.

(sda/mbü)

Anzeige