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Pannenserie bei Novartis geht weiter

Nach Pannen in Übersee wurden nun auch solche in Europa bekannt. (Bild: Keystone)

Der Pharmariese Novartis hat nun auch in Europa Qualitätsprobleme.

Veröffentlicht am 06.05.2012

Die Pannenserie beim Basler Pharmariesen Novartis reisst nicht ab. Jetzt werden auch aus dem österreichischen Werk Unterach der Generikasparte Sandoz gravierende Qualitätsmängel bekannt, wie die Recherchen der Zeitung «Der Sonntag» zeigen.

Anfang April musste Sandoz das Krebsmittel Carboplatin in mehreren Ländern wegen einer Verunreinigung zurückziehen. Betroffen sind unter anderem die Schweiz und Frankreich. Der Rückruf sei mit der Aufsichtsbehörde Swissmedic abgesprochen und erfolge «zur Gewährleistung der Patientensicherheit», schrieb Sandoz in einem Brief an die Schweizer Ärzte, Apotheken und Spitäler.

In Libanon erliess der Gesundheitsminister einen Verkaufsstopp für Carboplatin. Anfang Jahr war bereits bekannt geworden, dass vier Sandoz-Werke in den USA und in Kanada verunreinigte oder falsch verpackte Tabletten produziert hatten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA drohte Konzernchef Joe Jimenez mit rechtlichen Schritten, falls er die Probleme nicht umgehend löse. Darauf schloss Novartis vorübergehend einen Standort und zog vier Medikamente zurück.

(chb)

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