Die französische Wettbewerbsbehörde will den Verkauf von Nestlés Tiefkühlproduktesparte Davigel überprüfen. Die EU-Kommission habe darum gebeten, den Einfluss der Transaktion auf die Branche zu untersuchen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Nestlé wollte sich nicht äussern.

Nestlé hatte im April angekündigt, mit der in London ansässigen Brakes Gruppe exklusiv über einen Verkauf von Davigel zu verhandeln. Bereits im November hatte der Konzern angekündigt, einen Partner für seine Tochter zu suchen. Konzernchef Paul Bulcke ist dabei, die Firma mit Sitz in Vevey umzubauen. Schwächelnde Sparten sollen saniert oder verkauft werden.

Vorstoss nach Südeuropa

Brakes ist ein europäischer Dienstleister für Gastronomiebetriebe und gehört dem Finanzinvestor Bain Capital. Davigel kam 1989 mit der Übernahme des italienischen Pastaproduzenten Buitoni zu Nestlé.

Mit dem Erwerb von Davigel könnte die Brakes Gruppe, die Marken wie Freshfayre und M&L Seafood im Angebot hat, ihre Präsenz in Frankreich ausbauen und nach Belgien und Spanien vorstossen. Brakes bekäme zudem das exklusive Recht, Nestlés Markenglacé für den Verzehr ausser Haus, etwa in Restaurants, zu vertreiben.

(sda/ise/gku)