Die Märkte für Milchprodukte wie Roh- und Frischmilch, Rahm und Käse würden nicht beeinflusst, da es genügend Konkurrenten gebe. Das neue Unternehmen werde nicht in der Lage sein, bei der Beschaffung von Rohmilch den Wettbewerb zu beschränken.

Der Zusammenschluss ist in die Schlagzeilen geraten, weil die italienische Finanzpolizei wegen möglichen Insider-Handels und Kurstreiberei bei der schrittweisen Übernahme von Parmalat ermittelt. Mitte Mai haben Fahnder die Mailänder Büroräume von vier Bankhäusern durchsucht.

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Der französische Lactalis-Konzern will Parmalat für knapp 3,4 Milliarden Euro ganz übernehmen. Die Ermittlungen beziehen sich auf die letzte Aufstockung des Lactalis-Anteils vom März.

Parmalat ist im Dezember 2003 unter 14 Milliarden Euro Schulden zusammengebrochen. Der Ex-Parmalat-Chef Calisto Tanzi fälschte mit seinen Mitarbeitern über Jahre Bilanzen. Der Fall gilt als einer der grössten Betrugsskandale der europäischen Unternehmensgeschichte.

(rcv/sda)