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Anstieg
Partners Group mit Gewinnsprung im Semester

Partners Group in Baar: Der Vermögensverwalter legt gute Zahlen vor. Keystone

Der Vermögensverwalter hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als erwartet – trozt stagnierenden Erträgen. Getrieben wurden die Zahlen von positiven Entwicklungen in den Portfolios.

Veröffentlicht am 08.09.2015

Die Partners Group hat im ersten Semester 2015 bei stagnierenden Erträgen mehr verdient als im Vorjahr. Die Erträge betrugen 287 Millionen Franken, während unter dem Strich ein um 26 Prozent höherer adjustierter Reingewinn von 214 Millionen resultierte. Der Reingewinn nach IFRS stieg um 11 Prozent auf 214 Millionen, wie die auf Privatmarkt-Strategien spezialisierte Vermögensverwalterin mitteilte. Mit diesen Ergebnissen hat das Unternehmen die Markterwartungen klar übertroffen.

Das Unternehmen hatte schon Mitte Juli einen signifikanten Anstieg der verwalteten Vermögen vermeldet. Dies habe sich aber nicht unmittelbar in höheren Management-Fees niedergeschlagen, schreibt Partners Group. Diese steuerten 255 Millionen zu den Gesamterträgen bei, das sind minus 7 Prozent. Den Rückgang begründet Partners Group mit der Aufwertung des Frankens und mit niedrigeren Late-Management Fees aufgrund zahlreicher Lancierungen von neuen Investitionsprogrammen. Die erfolgsabhängigen Gebühren nahmen dagegen auf 32 Millionen von 12 Millionen zu.

Gute Entwicklung in den Portfolios

Der Ebitda verringerte sich als Folge um 6,7 Prozent auf 166 Millionen und die entsprechende Marge sank um 4 Prozentpunkte auf 58 Prozent. Die Zielmarge von «rund 60 Prozent» auf dem Neugeschäft bleibe aber unverändert, schreibt die Gesellschaft.

Das Netto-Finanzresultat im ersten Halbjahr sei im Wesentlichen von starker Wertschöpfung und positiver Wertentwicklung in den Portfolios getrieben worden: auf der einen Seite lieferte das Investitionsprogramm Pearl einen Wertbeitrag von 51 Millionen Franken. Auf der anderen Seite verzeichneten die Investitionen in eigene Programme mit den Kunden einen Wertzuwachs von 25 Millionen Franken (Vorjahr 20 Millionen). Das Finanzergebnis erhöhte sich auf 70 Millionen von 17 Millionen.

Über den Prognosen

Die vorgelegten Resultate lagen über den Prognosen der Analysten (AWP-Konsens). Diese hatten im Schnitt mit Erträgen von 282,9 Millionen Franken, einem Ebitda von 162,3 Millionen und einem adjustierten Reingewinn von 162,4 Millionen gerechnet.

Im Juli waren bereits verwaltete Vermögen (Assets under Management; AuM) per Mitte Jahr in Höhe von 42,1 Milliarden Euro kommuniziert worden - nach 37,6 Milliarden Euro per Ende 2014. Die Partners Group nahm im ersten Halbjahr 2015 Neugelder in Höhe von 3,8 Milliarden EUR entgegen - verglichen mit 2,9 Milliarden im ersten Halbjahr 2014.

Ziele bestätigt

Das Unternehmen bestätigte am Dienstag das im Juli für das Gesamtjahr erhöhte Ziel eines Neugeldzuflusses von 6-8 Milliarden Euro. Hinsichtlich der kumulierten negativen Effekte haben sich die Schätzungen den Angaben nach ebenfalls nicht verändert und belaufen sich somit weiterhin auf -2 bis -3 Milliarden Euro an möglichen sogenannten Tail-Down-Effekten (Devestitionen aus älteren Privatmarktprogrammen) sowie mögliche Kapitalabflüsse aus liquiden und semi-liquiden Aktivitäten.

Darüber hinaus hätten anhaltende Ausschüttungen die Reife einiger Kundenportfolios weiter erhöht und entsprechend die Visibilität im Hinblick auf Performance Fees verstärkt, die für die kommenden Jahre 2016/17 und darüber hinaus ein signifikantes Wachstumspotenzial aufweisen sollten, heisst es weiter.

(awp/dbe/gku)

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