Dem Vermögensverwalter Partners Group sind 2012 Neugelder in der Höhe von 4,9 Milliarden Euro zugeflossen. Dabei wurde in allen Bereichen eine anhaltende Kundennachfrage verzeichnet, teilte der auf Private Equity-Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter mit. Die verwalteten Vermögen (AuM) beliefen sich per Ende 2012 auf 28,6 Milliarden Euro, nachdem sie Mitte Jahr noch 27,1 Milliarden Euro betragen hatten.

Der Neugeldzufluss liege am oberen Ende der erwarteten Spanne von 4 bis 5 Milliarden Euro, heisst es in der Mitteilung. Zuletzt hatte der Vermögensverwalter im November bekannt gegeben, dass er eine Kundennachfrage von 4 bis 5  Milliarden Euro erwarte. Insgesamt habe Partners Group im vergangenen Jahr 32 Direktinvestitionen in allen Sektoren und Regionen abgeschlossen, heisst es weiter. Zudem seien Einnahmen aus Realisationen von über 20 Direktinvestitionen an die Kunden ausgeschüttet worden.

Mit den verwalteten Vermögen ist Partners Group unter den Markterwartungen geblieben. Die Analysten hatten gemäss dem AWP-Konsens mit verwalteten Vermögen von 29,5 Milliarden Euro gerechnet.

Verschiedene Einflussfaktoren hätten den Nettozuwachs in Höhe von 1,2  Milliarden Euro geschmälert, heisst es weiter. So hätten Tail-Down Effekte von einigen älteren Partners Group Programmen zu einem Rückgang von rund 0,4 Milliarden Euro geführt.

Diese dürften laut Mitteilung in den kommenden Jahren noch ansteigen. 0,3 Milliarden Euro betrafen Kapitalabzüge aus öffentlichen Anlagestrategien und weitere 0,4 Milliarden Euro seien auf ältere strukturierte Produkte zurückzuführen, die ihren Fokus nun vermehrt auf Direktinvestitionen legten. Der Grossteil dieser Repositionierung sei damit abgeschlossen.

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Angebot ausgebaut

Im vergangenen Jahr sei das Produktangebot weiter ausgebaut worden, um von Investitionsopportunitäten aus dem gegenwärtigen Marktumfeld zu profitieren, schreibt Partners Group weiter. In dem Markt, der von Zinsen nahe Null und von einer negativen Realverzinsung bei Staatsanleihen geprägt sei, sieht das Unternehmen Chancen: «Investoren werden die Jagd nach Renditen in andere Bereiche verlagern müssen, um ihre Zielrendite bei einer vergleichsweisen hohen Risikoaversion zu erreichen», wird CEO Steffen Meister zitiert.

Für spezialisierte Manager von Privatmarktanlagen ergebe sich aus der Marktsituation eine «substanzielle Gelegenheit, attraktive Renditen für die Kunden zu generieren», heisst es weiter. Zu beobachten sei auch eine steigende Tendenz von Pensionskassen, ihre Privatmarktanlagen bei einem Manager zu zentralisieren. Partners Group erbringe diese Dienstleistung mit ihrer «Prime Private Marktes Platform».

Für das laufende Jahr 2013 erwartet das Unternehmen - wie es bereits im November kommuniziert hatte - eine Kundennachfrage von 4 bis 6 Milliarden Euro.

(tno/aho/awp)