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Verdacht
Passagier-«Bschiss» bei Ryanair?

Systematischer Wechselgeld-«Bschiss» bei Ryanair?
Michael O'Leary: Der Ryanair-Chef polarisiert seit jeher. (Bild: Keystone)

Aufregung um ein internes Papier: Britische Medien berichten, dass die Billig-Airline um Michael O'Leary ihre Mitarbeiter gezielt mit Wechselgeld-Tricks geschult habe. Die Fluggesellschaft dementiert.

Das Ryanair-Kabinenpersonal sollte laut Schulungspapier des Airline-Dienstleisters Retail in Motion offenbar dazu trainiert werden, den Passagieren bei Käufen an Bord das Wechselgeld vorzuenthalten. 

Die britische Zeitung «Daily Mail» zitiert das Papier mit dem Titel «Ryanair Sales Tips», wonach Stewardessen nach dem Verkauf von Getränken oder Speisen hätten behaupten müssen, dass sie kein Wechselgeld mehr besässen.

Laut Schulungspapier sollen die Flugbegleiter versprechen, das Wechselgeld «später» zurückzuzahlen, dies dann aber «vergessen», heisst es weiter. Dies wird als «einfache und effektive Methode, die bei der Steigerung der Ausgaben der Passagiere helfen kann», heisst es laut Zeitungsbericht im Schulungspapier weiter. 

Retail in Motion bedauert

Ein Sprecher der Airline erklärte, dass es sich bei den Anweisungen an das Kabinenpersonal «um das Training-Dokument einer Drittfirma» handle. Das Schulungsdokument sei geändert worden. Falls kein Wechselgeld zur Hand sei, werde der Flugbegleiter die Sitznummer und den ausstehenden Betrag notieren und das Geld «vor Ende des Fluges erstatten», heisst es weiter.

Ein Sprecher von Retail in Motion wurde mit den Worten zitiert: «Wir entschuldigen uns für die Verwirrung, die unser Dokument ausgelöst hat, das inzwischen zurückgezogen wurde.»

(vst/aho)

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