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Nachfolge
Patrick Pouyanné wird neuer Total-Chef

Der verstorbene Total-Chef de Margerie: Patrick Pouyanné tritt seine Nachfolge an.  Bloomberg

Die französische Ölfirma Total hat einen Tag nach dem tragischen Unfall des Konzernchefs den Nachfolger bekannt gegeben. Patrick Pouyanné tritt Christophe de Margeries Erbe an.

Veröffentlicht am 22.10.2014

Frankreichs Öl-Riese Total hat nach dem tödlichen Unfall von Konzernchef Christophe de Margerie rasch einen Nachfolger bestimmt. Patrick Pouyanné wird Europas drittgrössten Mineralölkonzern künftig leiten, wie Total am Mittwoch in Paris mitteilte. Der 51 Jahre alte Manager ist seit Anfang 2012 als Generaldirektor für die Bereiche Raffinerie und Chemie bei Total verantwortlich.

Bis Ende 2015 übernimmt zudem der frühere Total-Chef Thierry Desmarest den Vorsitz des Verwaltungsrats, dem er ohnehin noch angehört. Dann solle der 68-Jährige, der als Vorgänger von de Margerie zwischen 1995 und 2007 das nach Börsenwert grösste französische Unternehmen lenkte, auch diese Position an Pouyanné übergeben. De Margerie hatte beide Positionen inne.

Schneepflug-Fahrer soll betrunken gewesen sein

Der 63 Jahre alte, bisherige Total-Chef war am späten Montagabend in Moskau ums Leben gekommen. Sein Privatjet prallte auf der Startbahn des Flughafens Wnukowo mit einem Schneepflug zusammen. Der Fahrer des Räumfahrzeugs soll betrunken gewesen sein. Russische und französische Spezialisten untersuchen nun Videoaufzeichnungen von dem Unglück.

Die Nachricht vom Tod des bekannten Managers war weit über Frankreich hinaus mit grosser Fassungslosigkeit aufgenommen worden. De Margerie war seit 2007 Vorstandsvorsitzender von Total. 1974 hatte er seine Karriere im Finanzbereich des Ölkonzerns begonnen. Total hat mit weltweit rund 100’000 Mitarbeitern 2013 knapp 190 Milliarden Euro umgesetzt.

Der neue Konzernleiter Pouyanné hatte zwischen 1989 und 1996 in mehreren französischen Ministerien verschiedene Positionen inne. 1997 kam er zu Total und war zunächst in Angola und Katar für den Konzern tätig. Von 2002 an übernahm er führende Aufgaben in der Spitze des Unternehmens.

 (awp/ise/ama)

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