Der starke Dollar hält den Umsatzzuwachs beim Bezahldienst PayPal in Grenzen. Das jüngst von eBay abgespaltene Unternehmen wies im dritten Quartal ein Plus bei den Erlösen von 14 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar aus, was nahezu im Einklang mit den Analystenerwartungen lag. Gleichwohl verlor die Aktie nachbörslich 5,6 Prozent.

PayPal war lange Zeit Wachstumstreiber von eBay, ist seit Mitte Juli aber ein selbstständiges Unternehmen. Ebay hatte in der vergangenen Woche - ohne Paypal - zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang bekanntgegeben, schlug sich aber besser als von Experten erwartet.

Starker Dollar wird Jahregewinn belasten

Der starke Dollarkurs habe vor allem die Transaktionsvolumina in China und Europa beeinträchtigt, erklärte das Unternehmen. Es rechnet nun damit, dass sich der Dollarkurs stärker als bisher erwartet auf den Gesamtsjahresumsatz auswirkt. Ohne Berücksichtigung des starken Dollars rechnet das Unternehmen für 2015 mit einen Umsatzwachstum zwischen 15 und 18 Prozent. Im dritten Quartal hätte der Umsatzzuwachs ohne Währungseinflüsse 19 Prozent betragen. Der Gewinn kletterte um knapp 30 Prozent auf 301 Millionen Dollar und lag mit 31 Cent je Aktie leicht über den Prognosen.

Die Verluste des Aktienkurses erklärte Gil Luria, Analyst des Finanzdienstleisters Wedbush Securities, mit den hohen Erwartungen der Anleger nach den guten eBay-Zahlen. PayPal sieht sich zudem harter Konkurrenz durch den Bezahldienst von Apple Apple Pay ausgesetzt. Aber auch Start-up-Unternehmen wie Stripe und Square drängen auf den Markt.

(reuters/mbü)