Ausgerechnet das gebeutelte PC-Geschäft hat Hewlett-Packard (HP) einen unerwarteten Umsatzanstieg beschert. Die Sparte wies für das dritte Quartal ein Plus von zwölf Prozent auf. Verbraucher und Unternehmen ersetzten ihre in die Jahre gekommenen Geräte, erklärte Konzernchefin Meg Whitman. Sie sprach von «einer Wende in einem rückläufigen Geschäftszweig».

Whitman unterstrich einen Anstieg beim Server-Umsatz von von neun Prozent. HP habe dabei von der Unsicherheit profitiert, die der Verkauf von einem Teil der IBMs -Server-Sparte an Lenovo erzeugt habe. «Wir setzen uns häufiger gegen IBM durch», erklärte sie.

HP steigert Umsatz um ein Prozent auf 27 Milliarden Dollar

HP gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Umsatzanstieg von insgesamt ein Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar bekannt. Von Reuters befragte Experten hatten einen leichten Rückgang auf 27,01 Milliarden Dollar erwartet. Der Gewinn lag drei Prozent höher bei 1,7 Milliarden Dollar oder 89 Cent je Aktie und damit im Rahmen der Analysten-Erwartungen. HP-Titel gaben nachbörslich um 0,8 Prozent nach.

Whitman erklärte nach der Veröffentlichung der Zahlen, HP werde sein Vier-Milliarden-Dollar-Softwaregeschäft mit Blick auf den Trend zu internetbasierten Anwendungen – dem sogenannten Cloud Computing – überprüfen.

HP will unabhängiger von PCs werden

HP will unabhängiger von PCs werden, deren Absatz weltweit insbesondere wegen des Aufstiegs von Tablet-Computern einen massiven Einbruch erlitten hat. Whitman richtet dabei das Traditionsunternehmen verstärkt auf den Server- und Infrastrukturmarkt aus. Im Rahmen eines Sparprogramms werden Zehntausende Stellen gestrichen.

(reuters/moh)