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Pechsträhne für Schweizer Casinos

Pechsträhne bei Schweizer Casinos
Roulette-Tisch im Casino in Zürich: Les jeux sont faits - der Umsatz sinkt. (Bild: Keystone)

Die Schweizer haben weniger Lust auf Zocken im Casino. Der Umsatz schrumpfte und die Branche klagt.

Die 21 Schweizer Casinos haben im vergangenen Jahr mit 757 Millionen Franken 8,2 Prozent weniger Umsatz erzielt. Nun klagt der Branchenverband und hofft auf das neue Geldspielgesetz.

Das vergangene Geschäftsjahr war kein glückliches für die Glückspielbranche. Geprägt war 2012 durch die Neueröffnung zweier Casinos in Neuenburg und Zürich. Mit nun 21 Spielbanken sei der Schweizer Markt definitiv gesättigt, hält der Schweizer Casino Verband in seiner Mitteilung fest.

Mehr Casinos weniger Umsatz

Das Problem: Die neuen Casinos führen zu Verdrängungseffekten. Und trotz zweier zusätzlicher Häuser habe sich der Bruttospielertrag der gesamten Branche reduziert. «Kein Casino konnte den Umsatz des Vorjahres halten», klagt der Branchenverband.

Zudem sei vermehrt eine Abwanderung der Gäste Richtung nahes Ausland registriert worden. In den letzten Jahren sei in Frankreich, Deutschland und Italien ein attraktives Glückspielangebot entstanden. Diese seien nicht den gleich strengen Regeln unterworfen wie die Schweizer Spielbanken, so der Schweizer Casino Verband.

Konkurrenz aus dem Internet

Ausserdem machen Angebote im Internet den Schweizer Spielsalons Konkurrenz. Gleichzeitig bremste der starke Franken die Spiellust der Gäste.

Dementsprechend haben sich die Abgaben an die AHV und die Kantone reduziert. 2012 zahlten die Schweizer Spielbanken gemäss Mitteilung 372 Millionen Franken an die öffentliche Hand. Im Vorjahr waren es noch 419 Millionen Franken gewesen. Seit 2002 zahlten die Casinos vorwiegend an die AHV insgesamt 4,4 Milliarden Franken.

Nun fordert der Branchenverband, der von CVP-Präsident und Nationalrat Christoph Darbellay geleitet wird, dass im derzeit überarbeiteten Geldspielgesetz negative Auswirkungen für die Casinobranche verhindert werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten ein wettbewerbsfähiges Angebot ermöglichen, hält der Verband fest.

(tke/tno/sda)

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