OC OERLIKON. Seit Wochen halten sich hartnäckig die Gerüchte, die Wiener Beteiligungsfirma Victory plane den Verkauf ihrer Beteiligung am Technologiekonzern OC Oerlikon. Als Interessenten hoch gehandelt werden: Der Elektroisolationsspezialist Von Roll, wo der ehemalige Oerlikon-CEO Thomas Limberger am Ruder ist, sowie der russische Industrielle Viktor Vekselberg, der über seine Beteiligungsfirma Renova 13,79% der Oerlikon-Aktien hält und gleichzeitig mit gut 21% am Industriekonzern Sulzer beteiligt ist. Doch Victory-Chef Ronny Pecik winkt ab. «Ein Verkauf an Von Roll ist für Victory nicht vorstellbar», sagt der Investor im Gespräch mit der «Handelszeitung». Victory hält gut 30% aller Aktien an OC Oerlikon.

Von Roll erziele einen Jahresumsatz von 530 Mio Fr. und einen Betriebsgewinn von 27 Mio Fr. «Oerlikon dagegen wird 2007 über 5 Mrd Fr. umsetzen», erläutert Pecik. «Ich weiss nicht, wie eine Übernahme von Oerlikon funktionieren soll.» Auch die Idee, Teile von Oerlikon an Von Roll zu veräussern, wie dies die Finanzgemeinde spekuliert, lehnt Pecik ab. «Wenn wir dies täten, würden wir essenzielles Know-how verschenken.»Kein Thema ist auch ein Zusammengehen mit Sulzer. «Dieser Schritt war früher eine Option», bestätigt Pecik. Heute hingegen sehe man dafür keine geeignete Grundlage mehr. Victory war bis Ende August gemeinsam mit Renova an Sulzer beteiligt, ist dann aber ausgestiegen.