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Studie
Pensionskassen erholen sich vom SNB-Schock

Viel Geld: Das Vermögen der Pensionskassen war noch nie so hoch. Keystone

Das globale Pensionskassen-Vermögen erreicht ein Allzeithoch. Die Schweizer Kassen belegen im Ländervergleich Rang 7 - und erholen sich vom Mindestkursende.

Veröffentlicht am 13.02.2015

Das globale Pensionskassenvermögen erreichte Ende 2014 in den 16 Hauptmärkten ein Allzeithoch von 36 Billionen US-Dollar. Die durchschnittliche Zuwachsrate der letzten zehn Jahre liegt bei 7 Prozent, schreibt der Unternehmensberater Tower Watson in der jährlich durchgeführten und am heutigen Freitag aufgelegten «Global Pension Assets Study». Der 2008 entstandene Verlust konnte damit wettgemacht werden.

Die Schweizer Pensionskassen liegen mit einem gesammelten Vermögen von 823 Milliarden Dollar, die 140 Milliarden bei Versicherern nicht eingerechnet, auf Rang 7. Diese Summe entspricht 121 Prozent des BIP, ein Wert der international nur von den USA und den Niederlanden übertroffen wird. Der Anteil des Schweizer Marktes ist jedoch im Vergleich zum globalen Vermögen leicht gesunken.

Kassen diversifizieren mehr ins Ausland

Dies lässt sich mit einem Vergleich der Asset Allokation der betrachteten Länder erklären. Mit ihren circa 30 Prozent Aktienanteil liegen die Schweizer Kassen deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt von 50 Prozent. Daraus lässt sich zeigen, dass Aktien, trotz der Finanzkrise, über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet die renditetreibende Kraft geblieben sind.

Interessant sei auch, dass der Anteil der einheimischen Anlagen bei Obligationen und Aktien gesunken ist, so die Studie weiter. Dieser Trend erweise sich weltweit bei Aktien stärker als bei Obligationen und sei in der Schweiz besonders ausgeprägt zu beobachten, erklärt Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Towers Watson in Zürich. Es wird ersichtlich, dass Schweizer Kassen mehr ins Ausland diversifizieren, als dies in anderen Märkten der Fall ist.

Erholung nach SNB-Schock

Die Märkte hätten sich nach dem Entscheid der SNB wieder beruhigt. In den ersten Tagen nach dem Entscheid gingen gemäss Towers Watson bis zu 30 Milliarden an Pensionskassenvermögen verloren. Durch die Beruhigung hätten sich die Pensionskassen allerdings erholen können. Es sei nur noch mit einem Rückgang der Vermögen von schätzungsweise 2 bis 3 Prozent zu rechnen.

Weiterhin eine grosse Herausforderung für die Pensionskasse bleibt hingegen das Umfeld von Negativrenditen auf Obligationen und der damit verbundene Anlagenotstandt.

(sda/tno/ama)

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