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Quartalsbericht
Pensionskassen polieren Bilanzen auf

Mehr Geld: Die Schweizer Pensionskassen haben im Sommer bessere Geschäfte gemacht. (Bild: Bloomberg)

Vom Aufschwung an den Aktienmärkten haben im Sommer auch die Schweizer Pensionskassen profitiert. Sowohl die privaten als auch die öffentlichen Kassen konnten den Deckungsgrad ausbauen.

Veröffentlicht am 17.10.2013

Die Schweizer Pensionskassen haben im dritten Quartal 2013 von der guten Entwicklung der Aktienmärkte profitiert und weisen eine leichte Verbesserung der Finanzierungssituation aus. Dabei konnten die privatrechtlichen und die öffentlich-rechtlichen Kassen die berechneten Deckungsgrade leicht ausbauen, wie Swisscanto am Donnerstag in der Mitteilung zum Pensionskassen-Monitor schreibt. Der Aufbau von Schwankungsreserven habe einen «erfreulichen» Stand erreicht.

Bei den von Swisscanto erfassten privatrechtlichen Pensionskassen erhöhte sich der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 110,1 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen, die eine volle Ausfinanzierung anstreben, stieg der entsprechende Deckungsgrad um 0,6 Prozentpunkte auf 102,0 Prozent an.

Vermögen von 471 Milliarden Franken

Für öffentlich-rechtliche Kassen mit Staatsgarantie ist derweil eine Teilkapitalisierung von 80 Prozent zulässig. Auch bei diesen Kassen stieg der vermögensgewichtete Deckungsgrad leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent, heisst es weiter. Die im Pensionskassen-Monitor erfassten Vorsorgeeinrichtungen erzielten seit Anfang 2013 eine vermögensgewichtete Rendite von 4,6 Prozent. Weiter sei auch der Anteil der Kassen in Unterdeckung gesunken: Bei privatrechtlichen Kassen liegt dieser Anteil nun bei rund 5 Prozent im Gegensatz zu einem Anteil von 41 Prozent bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung.

Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. September 2013 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2012 von 343 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 471 Milliarden Franken. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2013 gewählten Anlagestrategie.

(awp/moh/aho)

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